Jugendhilfe direkt
Für den besten Start in den Schultag

Münster-Hiltrup -

Für viele Schüler ist ein gemeinsames Frühstück nicht mehr selbstverständlich. Seit zehn Jahren springt der Verein Jugendhilfe direkt ein und bietet für Mädchen und Jungen der Hauptschule Hiltrup ein reichhaltiges Frühstück an.

Dienstag, 12.02.2019, 12:00 Uhr
Gina van der Pütten, Brigitte Schirmel, Christel Meierjürgen, Marina Kleff, Adelgunde Streitwolf, Margret Eggenhaus, Gisela Groll, Liesel Frie, hintere Reihe stehend: Sylvia Sendker, Susanne Lucas, Marlies Mai, Maria Wiedau. Es fehlen auf dem Foto die Mitarbeiterinnen Mathilde Dresemann, Monika Dröge, Birgit Kottmann und Maria Theißing. Foto: Mitteilung

Am Anfang war es nur eine Idee. Susanne Lucas nahm an einer Sitzung des Vorstandes des Vereins Jugendhilfe direkt teil und trug diese Idee vor. Es ging dabei um den Gedanken, den Kindern/Jugendlichen der Hauptschule Hiltrup, für die der Verein ausschließlich tätig ist, einen guten Start in den Schultag anzubieten. Das sollte in diesem Fall ein schmackhaftes Frühstück sein.

„Die Anfangsphase haben wir inzwischen lange überschritten und mittlerweile gibt es das Angebot bereits mehr als zehn Jahre“, zieht der Verein Jugendhilfe direkt erfreut Bilanz. „Es ist ein kleines Jubiläum, dem wir jedoch gerne unsere Aufmerksamkeit widmen möchten.“

Es sind ausschließlich ehrenamtlich aktive Frauen, die dieses Angebot gestalten und mit Leben füllen. Inzwischen sind es weit mehr als 40 Kinder/Jugendliche, die das Angebot wahrnehmen. Mit dem Jubiläum der Frühstücksfrauen feiert der Verein auch das Jubiläum mit der Bäckerei Klostermann. „Genauso lange bekommen wir jeden Tag kostenlos das Brot vom Ehepaar Klostermann gespendet. Das ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit und keine kleine Spende; denn jeder kann sehr schnell ausrechnen, welche große Summe sich daraus ergibt“, erläutert der Vorsitzende Hans-Werner Kleindiek erfreut.

Dabei ist das Frühstück, die Einnahme von ausgewählten und gesunden Lebensmitteln die eine Sache. Liebevoll gedeckte Tische und in Gemeinschaft gemeinsam essen ist für viele ungewohnt. Die Frauen würden darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zum Thema Sozialkompetenz leisten: Benehmen bei Tisch, Umgang untereinander und miteinander, Umgangssprache und Tischmanieren und vieles andere mehr sind wichtige Begleitfaktoren, dem oder der Anderen zuhören und sich gut unterhalten, ohne das Daddeln am Handy.

So wird hier und da auch einmal getröstet, wenn es Probleme oder Sorgen gibt. Gerade diese Faktoren sind überaus wichtig und leider heute nicht mehr selbstverständlich. Dadurch, dass Schülerinnen und Schüler von der fünften bis zur zehnten Klasse teilnehmen, erziehen sie sich manchmal auch schon selber, weil die Älteren die Abläufe kennen und entsprechend weitergeben.

So ist es selbstverständlich, dass alle ihren Essenplatz sauber verlassen und auch das Geschirr wegbringen. Überdies können die Lehrerinnen und Lehrer ganz eindeutig feststellen, dass diejenigen, die am Frühstück teilnehmen, konzentrierter und gelassener dem Unterricht folgen, weiß der Verein Jugendhilfe direkt aus Erfahrung.

„Aus einer kleinen Idee ist somit etwas ganz Großes geworden, das aus unserer Arbeit nicht mehr wegzudenken ist“, erklärt der Vorsitzende Kleindiek. „Vielen Dank an alle, die sich ehrenamtlich dafür einbringen und somit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Sozialkompetent, der Wertschätzung und des respektvollen Umgangs untereinander leisten.“

Wie kann dieser Dank besser ausgedrückt werden, als wenn ein Schüler, der nach der zehnten Klasse erfolgreich die Schule verlässt, beim letzten Frühstück sich bedankt und sagt: Dieses gemeinsame Frühstück werde er am meisten vermissen.

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