Westfalenstraße
Haus mit runden Ecken

Münster-Hiltrup -

Die Tankstelle, die an der Westfalenstraße Ende 2016 dicht machte, verfällt mehr und mehr. Das Eckgebäude zur Patronatsstraße steht ebenfalls leer. Die Planungen für etwas Neues sind bereits weit vorangeschritten.

Sonntag, 10.02.2019, 10:00 Uhr
Nicht zu aufdringlich soll das Gebäude wirken und doch einen städtebaulichen Akzent setzen – vor dieser Aufgabe stand Architekt Philip Nenno bei der Planung des Eckgebäudes an der Westfalenstraße und Patronatsstraße. Foto: Nenno Architektur

Wer auf der Westfalenstraße durch den Ort fährt, wird künftig einen anderen Eindruck von Hiltrup mitnehmen. An der Ecke zur Patronatsstraße entsteht ein neues Wohn- und Geschäftshaus, das für eine Aufwertung des gesamten Umfeldes sorgen soll.

Höchste Zeit, dass sich etwas dreht, ist es aus Sicht vieler Hiltruper schon längst. Die Tankstelle, die Ende 2016 dicht machte, verfällt mehr und mehr zu einer unansehnlichen Ruine. Das Eckgebäude steht ebenfalls leer. Zuletzt hatten Heinemanns Grill und die Musikschule Wichtrup die Kündigung bekommen.

Beworben wird das Projekt seit Monaten. „Baugenehmigung, Abrissgenehmigung, Statik inklusive!“, heißt es neuerdings. Warum hat noch immer kein Investor angebissen? Marcus Müller von MFG Real Estate Solutions GmbH in Münster-Handorf erklärt das Ziel, die Gesamtimmobilie an einen Eigentümer zu verkaufen. Die Vermarktung solle nicht Wohnung für Wohnung erfolgen. Alles solle in einer Hand bleiben. „Ginge es um eine reine Investitionsmaßnahme“, stellt Müller klar, „wäre es schon längst verkauft.“

Ein Jahr lang seien von den Projektentwicklern von Grant Immobilien alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen worden. Die Baugenehmigung habe es in der vergangenen Woche gegeben. Der Eigentümer, die SMK Immobilien GmbH&Co KG, könnte nun auch selbst das Bauprojekt realisieren.

Architekt Philip Nenno hat in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung eine Planung vorgelegt, die für das Eckgebäude abgerundete Formen vorsieht. Das Objekt sollte nicht aufdringlich wirken und doch die besondere Grundstückssituation akzentuieren, erläutert Nenno. Die Balkone sind in die Außenfassade integriert.

Es bleibt bei vier Geschossen, im Erdgeschoss können bis zu drei Geschäftslokale entstehen. Entlang der Westfalenstraße wird das Gebäude etwas nach hinten versetzt sein, so dass vor dem Gebäude Platz für Fahrrad­stellplätze bleibt. Die Zufahrt zur Tiefgarage erfolgt über die Patronatsstraße. 25 Wohnungen wird es in den Größen zwischen 40 und 70 Quadratmetern geben. „Diese Größen sind derzeit besonders gefragt“, so Müller.

Für Mitte April ist in dem abrissreifen Gebäude eine Feuerwehrübung geplant. Danach soll es losgehen – wenn alles klappt mit den Großbaustellen, die aktuell an der Westfalenstraße aufgemacht werden.

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