Domfreunde unterstützen Neubau einer Palliativstation
„Ich bin schon rasend gespannt“

Münster-Hiltrup -

Die Domfreunde Münster setzen ihr Engagement für eine neue Palliativstation am Herz-Jesu-Krankenhaus fort. Überreicht wurde eine Spende in Höhe von 6500 Euro. Der nächste Coup soll auf dem Fuße folgen.

Freitag, 11.01.2019, 20:00 Uhr
Die Domfreunde Münster unterstützen den Bau einer neuen Palliativstation mit 6500 Euro. Ermöglicht wurde die Spende durch den Verkauf der Domsteine und einer Orgel-CD. Foto: mlü

In wenigen Wochen werden Architekturstudenten der FH Münster ihre Ideen für eine perfekte Palliativstation vorstellen. „Ich bin schon rasend gespannt“, freut sich Chefarzt Dr. Wolfgang Clasen auf die Entwürfe. „In unsere neue Station sollen die Erfahrungen aus unserer Pionierarbeit und zwölf Jahren Praxis einfließen.“

Unheilbar kranken Menschen unnötiges Leid auf ihrem letzten Lebensabschnitt zu ersparen. Darum geht es in der Palliativmedizin. Sie ermöglicht im besten Fall ein selbstbestimmtes Leben bis zum Schluss. „Das Thema ist derzeit wieder im Fokus der Öffentlichkeit“, hat Dr. Stefan Nacke, der Vorsitzende der Domfreunde, beobachtet. Gesundheitsminister Jens Spahn will die Vergabe von tödlichen Medikamenten verbieten, alles blickt nach Karlsruhe zum Bundesverfassungsgericht. „Dabei ist Palliativmedizin eine gute Alternative zur Sterbehilfe und dem Suizid. Wir wollen dazu eine breite Debatte anstoßen und die Palliativmedizin vom Tabu befreien.“

Die Domfreunde machen immer wieder durch kulturelle Aktionen und Produkte von namhaften Künstlern auf sich aufmerksam. Den Erlös spenden sie zugunsten lokaler Projekte – seit geraumer Zeit liegt die neue Palliativstation in Hiltrup im Fokus des Vereins. Geplant ist ebenfalls eine Schwarmfinanzierung und Spendenaktion. Die aktuelle Spende wurde ermöglicht durch den Verkauf einer Doppel-CD mit Orgelmusik aus Münster und den Niederlanden sowie dem Verkauf von „Domsteinen“. „Diese kleinen Sandstein-Silhouetten wurden uns beim Katholikentag regelrecht aus den Händen gerissen“, freut sich Geschäftsführer Peter Glahn.

Apropos hochwertige Produkte: Ganz neu ist ein Kalender, den die Domfreunde gemeinsam mit der Pinkus-Brauerei und dem Fotografen Klaus Altevogt realisiert haben. „Den gibt es nirgendwo zu kaufen“, betont Glahn. Für die Motive hat Altevogt sogar eine Kamera an der Decke des Doms aufgehängt. „Dort hing sie dann fünf Tage, und ich habe Blut und Wasser geschwitzt, ob die Bilder auch wirklich etwas geworden sind – dort oben konnte man die Kamera ja nur mit einer Fernbedienung auslösen.“

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