Studenten planen Spendenkampagne für neue Palliativstation
BWL für die Nächstenliebe

Münster-Hiltrup -

Sterben. Kein Thema, mit dem sich Menschen gerne beschäftigen. Wie also könnte die perfekte Spendenkampagne für eine neue Palliativstation in Hiltrup aussehen? 15 Wirtschaftsstudenten der Fachhochschule Münster hätten da ein paar Ideen.

Sonntag, 11.11.2018, 18:28 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.11.2018, 19:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 11.11.2018, 18:28 Uhr
Die Studierenden (vorne, v.l.) Susanne Anker, Max Schauder und Phillip Damwerth und Prof. Dr. Olaf Arlinghaus präsentieren die Ergebnisse einer BWL-Projektarbeit an der FH Münster. Wie sieht die perfekte Spendenkampagne für eine neue Palliativstation in Hiltrup aus? Foto: mlü

Dr. Wolfgang Clasen ist Chefarzt der Palliativstation am Herz-Jesu-Krankenhaus. Er wünscht sich schon lange neue moderne Räumlichkeiten für Patienten, die sterbenskrank sind. Ein siebenstelliger Betrag wird benötigt. Ein Zehntel davon hat bereits der Förderverein des Krankenhauses gesammelt – für die Restsumme werden weitere Spender gesucht. Wie spricht man die an? Clasen wiegt zwei dicke Sammelhefter in seinen Händen: „Das sind ziemlich schwere Aktenordner voller brillanter Ideen!“ Er stellt heraus, wie beeindruckt er davon ist, dass sich ausgerechnet junge Menschen so zahlreich und intensiv mit dem Thema befasst haben.

In einer Projektarbeit haben die 15 Studierenden der Betriebswirtschaften eine passgenaue Spendenkampagne entworfen, um Menschen für den Bau einer neuen Palliativstation am Herz-Jesu-Krankenhaus zu begeistern.

Prof. Dr. Arlinghaus von der FH Münster lässt durchblicken, dass sich für diese Aufgabe sogar deutlich mehr Studenten gemeldet hätten, als zugelassen werden konnten. „Es handelt sich um Studierende im letzten Semester, einige sind jetzt bereits in einer Anstellung. Sie haben sich für diese Präsentation heute trotzdem Zeit genommen, obwohl es nicht mehr notenrelevant ist.“

Betriebswirtschaftslehre für die Nächstenliebe: „Es ist ein soziales Thema, aber es steckt trotzdem eine Menge BWL drin“, betont ein Student und packt die Tabellen und Kalkulationen aus. Damit die geplante und so genannte „Schwarmfinanzierung“ ein Erfolg wird, könnte es zum Beispiel kleine Geschenke für die künftigen Spender geben.

Die ungewöhnliche Kooperation wurde von den Domfreunden Münster eingefädelt. Der Freundeskreis engagierter Bürger will sich auch in Zukunft für die neue Palliativstation in Hiltrup stark machen.

Im laufenden Semester entwerfen derzeit Studierende der Fachrichtungen Gesundheit und Pflege sowie der Architektur an der FH Münster gemeinsam die ideale Palliativstation für das Herz-Jesu-Krankenhaus. Ihre Ergebnisse sollen im Frühjahr präsentiert werden.

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