Freies Grundstück
Nach Truppen-Abzug: Blücher-Kaserne ist heiß begehrt

Münster -

Die Bundeswehr zieht es wieder nach Handorf. Was bedeutet: Die Blücher-Kaserne an der Einsteinstraße wird frei. Ein Filet-Grundstück mitten in der Stadt.

Sonntag, 10.12.2017, 09:12 Uhr

Willkommen in der Lützow-Kaserne: Generalmajor Stephan Thomas (Standortältester) und Oberstleutnant Mark Steffen Gottschalk (Kasernenkommandant, hinten) beim Abschreiten der Formation.
Willkommen in der Lützow-Kaserne: Generalmajor Stephan Thomas (Standortältester) und Oberstleutnant Mark Steffen Gottschalk (Kasernenkommandant, hinten) beim Abschreiten der Formation. Foto: 1GNC/Willi Blank

Das Stabs- und Unterstützungsbataillon des Deutsch-Niederländischen Korps ist umgezogen: von der Blücher-Kaserne an der Einsteinstraße in die Handorfer Lützow-Kaserne, die zu Anfang des Jahres von der Unteroffiziersschule des Heeres geräumt worden war. Mit einem feierlichen Appell wurde das rund 200 Mann starke Bataillon nun offiziell in Handorf in Dienst gestellt.

Bataillonskommandeur Oberstleutnant Mark Steffen Gottschalk ist Kommandant der Kaserne: „Ich freue mich, dass das Bataillon einen Standort hat, an dem alle zusammen ihren Dienst verrichten können“, sagt er. Durch den Umzug würden viele Abläufe vereinfacht; bislang waren in Handorf nur Fuhrpark und Werkstätten stationiert. Das Bataillon ist für die logistische Unterstützung des Hauptquartiers zuständig, etwa für Fahrzeuge, Verpflegung und Material. Der Korps-Stab ist nach wie vor am Schlossplatz ansässig.

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Hochattraktives Grundstück

Der Umzug lenkt das öffentliche Interesse auf die nun weitgehend verlassene Blücher-Kaserne – ein hochattraktives Areal zwischen Einstein- und Wilhelmstraße am westlichen Rand der Innenstadt. Schon mit Bekanntwerden der Bundeswehr-Umzugspläne vor etwa fünf Jahren wurde lebhaft spekuliert, was man daraus machen könnte. Noch 2016 war die Blücher-Kaserne als Standort der Erstaufnahme-Einrichtung des Landes vorgesehen. Mit deren bevorstehender Schließung im kommenden März werden die Karten neu gemischt.

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Stadt noch ohne Hoffnung

Vom Dienstleistungszentrum der Bundeswehr war bislang keine Stellungnahme zur Zukunft des Areals zu haben. Der Bund ist Eigentümer, deshalb hält sich die Stadtverwaltung vorerst zurück: „Bund und Land haben immer Vorrang“, erläutert Christian Schowe, der Leiter des Stadtplanungsamts. Erst wenn von dieser Seite kein Bedarf angemeldet wird, könnte sich die Stadt Hoffnungen auf das Gelände machen.

Es sieht nicht so aus. Denn die Universität hat schon vor Längerem Interesse zumindest an Teilen der Kaserne bekundet, wie deren Sprecher Norbert Robers bestätigt: „Wir sind immer auf der Suche nach Ausweichflächen.“ In absehbarer Zeit steht eine Sanierung des Schlosses bevor – da wäre die Kaserne als Übergangslösung denkbar. Außerdem hofft die Universität auf einen dritten Exzellenzcluster: Würde der Antrag der Mathematiker Erfolg haben, wäre der Standort an der Einsteinstraße ideal – der Fachbereich Mathematik ist nämlich Nachbar der Blücher-Kaserne. 

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