Ausstellung wird Samstag in Handorf eröffnet
Krippen sind schon auf dem Weg

Münster-Ost -

2008 standen die ersten Krippen rund um St. Petronilla, später kamen weitere Krippen im Boniburger Wald dazu. Mittlerweile ist der Krippenweg eine der größten Attraktionen in Münster Ost. Eröffnet wird er am Vorabend des ersten Advents.

Dienstag, 28.11.2017, 08:11 Uhr

Eine tragende Rolle spielen Siegfried Brauer, Alfred Renneke und Ralf Seegers (v.l.) beim Aufbau der Krippen im Boniburger Wald hinter der Dyckburgkirche.
Eine tragende Rolle spielen Siegfried Brauer, Alfred Renneke und Ralf Seegers (v.l.) beim Aufbau der Krippen im Boniburger Wald hinter der Dyckburgkirche. Foto: Regina Robert

Auch die neue Auflage des Krippenwegs von der Dyckburgkirche zur St.-Petronilla-Kirche wird wieder viele Besucher in Münsters Osten ziehen: Früher war Handorf für seine großen Kaffeekannen bekannt – mittlerweile sind es die etwa 150 großen und kleinen Krippen, die dafür sorgen, dass Gruppen in Bussen anrollen und Familien im Advent ein lohnendes Ziel für den Sonntagsspaziergang finden.

Was vor zehn Jahren als Idee der Hobbyschnitzer Peter Freytag und Anton Althoff begann, hat sich inzwischen zu einem Projekt mit umfangreichem Arbeitspensum entwickelt. Bernfried Freytag verantwortete acht Jahre lang mit seinem Team den Dyckburger Krippenweg, hat aufgebaut, abgebaut, angefahren, abgefahren, gelagert und nach dem Sommer wieder instand gesetzt. Die Arbeit wurde immer mehr, neue Helfer waren nicht in Sicht. Im vergangenen Jahr zog er die Konsequenzen. Und hörte auf.

Nach einigem Suchen bildete sich eine Nachfolgergruppe: Ralf Seegers , Alfred Renneke und Siegfried Brauer vom Dyckburger Krippenteam sehen es als ihre Aufgabe an, eine schöne Tradition nicht sterben zu lassen. Zusammen mit Hermann Kappen, Hermann Lütke Schelhowe und Heiner Schulze Rötering bauen sie den diesjährigen Krippenweg im Boniburger Wald auf.

Aufbau des Handorfer Krippenwegs

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  • Der neunte Krippenweg wird am 2. Dezember eröffnet: Bis dahin sind fließige Helfer mit dem Aufbau beschäftigt. Der neunte Krippenweg wird am 2. Dezember eröffnet: Bis dahin sind fließige Helfer mit dem Aufbau beschäftigt. Foto: Regina Robert
  • Der neunte Krippenweg wird am 2. Dezember eröffnet: Bis dahin sind fließige Helfer mit dem Aufbau beschäftigt. Foto: Regina Robert
  • Der neunte Krippenweg wird am 2. Dezember eröffnet: Bis dahin sind fließige Helfer mit dem Aufbau beschäftigt. Foto: Regina Robert
  • Der neunte Krippenweg wird am 2. Dezember eröffnet: Bis dahin sind fließige Helfer mit dem Aufbau beschäftigt. Foto: Regina Robert
  • Der neunte Krippenweg wird am 2. Dezember eröffnet: Bis dahin sind fließige Helfer mit dem Aufbau beschäftigt. Foto: Regina Robert
  • Der neunte Krippenweg wird am 2. Dezember eröffnet: Bis dahin sind fließige Helfer mit dem Aufbau beschäftigt. Foto: Regina Robert
  • Der neunte Krippenweg wird am 2. Dezember eröffnet: Bis dahin sind fließige Helfer mit dem Aufbau beschäftigt. Foto: Regina Robert

Allerdings werden es in diesem Jahr weniger Krippen sein. „In Absprache mit der Stadt und Förster Hans-Ulrich Menke werden wir die Krippen nur noch an einer Seite des Weges aufbauen“, sagt Alfred Renneke. Man wolle so vermeiden, dass Radfahrer auf der Boniburg-Allee mit den Krippenfreunden kollidieren, die oft im Zickzack durch den Wald ziehen. „Gerade Kinder laufen gerne kreuz und quer von einer Krippe zur anderen ohne auf den Weg oder auf Radfahrer zu achten, die hier oft sehr schnell unterwegs sind“, begrüßt auch Peter Freytag die Änderung.

Während das Team Handorf seine Krippenlandschaft rund um die Pfarrkirche schon seit gut zwei Wochen aufbaut, verkabelt und dekoriert, starteten die Dyckburger am Montag. Aufbau- oder Stellpläne gibt es nicht. „Das hat man alles im Kopf, es muss ja auch gar nicht immer an dieselbe Stelle,“ sagt Siegfried Brauer und rammt ein paar Träger-Stämme in den Boden.

Nicht nur bei Dauerregen und Fingerkälte ist so ein Aufbau Knochenarbeit. Da ist jede helfende Hand willkommen. Neuzugang Ralf Seegers – „ich bin hier im Team sowas wie der Auszubildende“ – ist bei den Waldkrippen nicht unerfahren, beim Abbau hat er schon mit Hand angelegt.

Am Samstag (2. Dezember) nach der Lichtermesse in St. Petronilla um 18.30 Uhr wird der Krippenweg mit (Kinder-)Punsch und Bratwurst eröffnet. Heiner Schulze Röterings Krippenweg-Flyer gibt einen Überblick über den gesamten Krippenweg, käuflich erwerben kann man Karten und einen Kalender mit Handorfer Krippen-Motiven von Maria Hinricher.  

Kommentar zum Krippenweg-Aufbau: Marketing ist Ehrensache

Die drei prominentesten Veranstaltungen im Handorfer Jahreslauf? Handorfer Herbst im September, Lichtbrücke-Basar im November – und Krippenweg in der Advents- und Weihnachtszeit. Letzterer ist das jüngste der drei Geschwister, hat aber vielleicht die breiteste Aufmerksamkeit: Seit Tamina Kallert ihn vor drei Jahren für „Wunderschön“ erklärte, ist der Krippenweg sogar landesweit ein Begriff. Das ist für den Ort von nicht zu unterschätzender Bedeutung – wenn man so will, eine Erinnerung an die Zeit der großen Kaffeekannen, als der Münsteraner die Sonntagnachmittage vorzugsweise an der Werse verbrachte. Bezeichnend, dass dieses selbstlose Dorf-Marketing von Ehrenamtlichen gestemmt wird, nicht von Investoren, Stadtplanung, oder Politik. Es ist diese Art vorbildlichen Engagements, die verhindert, dass aus dem lebendigen Stadtteil ein gesichtsloser Vorort wird. Weshalb auch die jüngere Generation sich unbedingt daran beteiligen sollte. Weihnachtsmärkte gibt es fast überall – den Krippenweg nur hier. Lukas Speckmann

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