Popchor Münster
Feine Nuancen – große Stimmen

Münster-Gievenbeck -

Seit 2010 gibt es das Gesangsensemble. 45 Sängerinnen und Sänger gehören ihm an: Die Rede ist vom Popchor Münster, der jetzt ein tolles „Dankeschön-Konzert“ im Steingymnasium absolvierte.

Montag, 20.05.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 21.05.2019, 18:00 Uhr
Der Popchor Münster trat im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium auf. Zu jedem Stück gab es eine eigene Choreografie. Foto: sn

„Mal leise, mal mit Wumms!“ sollten die Songs des Abends dargebracht werden, so lautete die spannende Vorankündigung des Popchors Münster, der am Sonntagabend in Gievenbeck zu Besuch war. Und zwar im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, das für die Aktiven des Popchors bekanntes Terrain ist – jeden Montagabend proben sie dort. „Wir wollen Danke sagen!“, meinte Sänger Julius Zink . Und wie sollte das besser gehen als durch ein rundum gelungenes Konzert.

„Ihr müsst im Tritt bleiben!“, spornte Chorleiter Andreas Warschkow seine Schützlinge kurz vor Beginn des Konzerts an. Auch eine Stellprobe gab es noch wenige Minuten, bevor die Zuhörer in die Aula gelassen wurden. „Zu jedem Song haben wir eine eigene Choreografie“, erläuterte Julius Zink. Die hatte Eva Joepken erdacht und ausgearbeitet. Die Arrangements stammen zum größten Teil von Warschkow.

„Wir sind ein sehr lebendiger Chor“, meinte Sänger Zink. Seit 2010 gibt es das Ensemble. Im nächsten Jahr steht also runder Geburtstag, das zehnjährige Bestehen, an. Regelmäßig gibt der Chor auch Benefiz-Konzerte, die stets einem sozialen oder karitativen Zweck zugute kommen. Dieses Mal geht der Erlös an den Förderverein des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums.

„45 Sänger haben wir heute“, sagte Warschkow, der neben dem Popchor auch sechs weitere Chöre leitet. Beim Popchor ist der Name Programm. Viel Neues war zu hören, von den „Imagine Dragons“ etwa „Demon“ oder das sehr eindringliche „Himmel auf“ – im Original von „Silbermond“. Weitere Titel waren „May it be“ von Enya, Simon & Garfunkels „A ­Heart in New York“ und Lionel Richies Evergreen „Easy“. „Dynamisch“ singe der Chor, erklärte Julius Zink. Die feinen Nuancen beherrscht er ebenso wie die verschiedenen Genres. Durch die Choreografie und den klar durchdachten Auftritt, der bis zum festgelegten Kleidungsstil reicht, ergibt sich ein einheitliches wie zugleich vielseitiges Bild. „Man muss mit dem ganzen Körper singen“, ist Zink fest überzeugt. Das könnten besonders Frauen gut, die in Chören im Allgemeinen, aber auch beim Popchor in der Überzahl seien. „Männer sollten nicht nur im Stadion singen“, meinte er und erbrachte dafür mit seinen Kollegen den besten Beweis.

Übrigens: „Wir suchen noch neue Mitglieder“, sagte der Sänger. Keine Überraschung dabei: Vor allem Männer sind gefragt. „Wenn wir elf Tenöre hätten und elf Bässe, das wäre gut.“

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Geprobt wird jeden Montag ab 19.45 Uhr im Gievenbecker Freiherr-vom-Stein-Gymnasium (Dieckmannstraße 141). Interessierte können einfach vorbeikommen, Chor-Erfahrung ist erwünscht.

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