Sommerparty in neuem Gewand
Sause wird zum Schlager-Festival

Münster-Gievenbeck -

Die Sommersause ist Geschichte. An ihre Stelle feiert Gievenbeck nun am 15.Juni ein „Schlagerfestival“. Was es damit auf sich hat und warum die Sommerparty in neuem Gewand daherkommt, verrät die Gievenbecker Werbegemeinschaft.

Freitag, 11.01.2019, 18:06 Uhr
Freuen sich auf das neue Event im Sommer (v.l.): Kader Selmi, Ulf Imort und Sven Hosse von der Gievenbecker Werbegemeinschaft. Foto: Kay Böckling

„Die Sommersause wird wiederkommen – nur in einem neuen Gewand!“ Das war die Aussage der Werbegemeinschaft vor fast einem Jahr, als sie das beliebte Sommer-Event zugunsten der Feierlichkeiten „20 Jahre Wochenmarkt“ für ein Jahr absagte. Jetzt kommt die überraschende Ankündigung: Auch die Auflage 2019 der Sommersause wird es nicht mehr geben. Dafür aber etwas anderes – und zeitgemäßer. Darüber sprach unser Redakteur Kay Böckling mit Kader Selmi, Ulf Imort und Sven Hosse von der Werbegemeinschaft.

Herr Imort, vor einem Jahr versprachen Sie ein neues Gewand für die „Sommersause“ . . .

Imort: Und genauso wird es auch kommen. Mit dem neuen Gewand haben wir dem Ganzen nun auch einen neuen Namen gegeben.

Hosse: Es heißt jetzt „1. Gievenbecker Schlagerfestival“. Die Angebote für Groß und Klein bleiben.

Wann steigt das Festival?

Imort: Am 15. Juni.

Aber dieses Event steigt nicht mehr im Zentrum an der Michaelkirche, sondern im Sportpark des 1. FC Gievenbeck.

Imort: Wir haben lange überlegt, wo wir es stattfinden lassen. Neben dem Zen­trum war auch die Kaserne mal ein Thema. Letztlich hat aber auch der gute Draht zum Sportverein den Ausschlag für die Standortwahl gegeben. Zudem waren organisatorische Dinge ausschlaggebend.

Damit zielen Sie sicher auf das große „Zugpferd“ des Festivals, den Schlagerstar Patrick Lindner, hin . . .

Imort: So ist es. Das Sicherheitskonzept lässt uns keine Alternative. Für die Abendveranstaltung – Konzert und Party – wollen wir Karten verkaufen. Wir müssen das Areal absperren, müssen Fluchtwege garantieren und vieles mehr. Das alles wäre hier im Zentrum gar nicht möglich.

Warum ein neues Konzept?

Selmi: Fakt ist: Wir wollten die Sommerveranstaltung modernisieren. Wenn sich ein Stadtteil verändert – und das tut Gievenbeck – dann müssen wir die Sommersause in ein neues Gewand kleiden.

Und wie sieht das aus?

Hosse: Tagsüber sind wie bisher alle herzlich zum Fest willkommen. Es gibt ein buntes Rahmenprogramm mit Fahrgeschäften, mit Speis und Trank. Es wird auch weiterhin Aufführungen auf der Bühne geben. Wahrscheinlich werden wir auch den Kinderflohmarkt erweitern. Wir haben festgestellt, dass aufgrund der vielen jungen Familien auch ein entsprechender Bedarf da ist. Und abends liegt dann eben der Schwerpunkt auf dem Schlager-Festival mit Patrick Lindner als Kracher.

Aber der Auftritt des Schlagerstars ist ja eigentlich einem Zufall geschuldet, nämlich einem zufälligen Treffen Lindners mit Ulf Imort an einer Hotelbar. . .

Selmi: Nicht ganz.Wir hatten schon lange die Idee, grundsätzlich etwas zu verändern. Die Modernisierung des Festes war ohnehin geplant. Natürlich kam das Glück hinzu, dass Ulf nun diesen Kontakt hatte. Aber die Idee kam eben vor dem Kennenlernen.

Imort: Wir hatten auch schon mit dem Gedanken gespielt, etwa Roland Kaiser zu holen oder Mickie Krause. Das Ganze scheiterte dann aber an den enormen Gagen-Forderungen. Wobei ich auch schon mit Mickie Krause Kontakt hatte, vielleicht ist das was für einen späteren Zeitpunkt, zumindest ist es eine Option.

Sie wollen das Schlagerfestival etablieren. Legt man mit einem Patrick Lindner die Messlatte nicht ein wenig zu hoch? Schließlich erwarten die Gäste eventuell eine Steigerung im kommenden Jahr.

Selmi: Messlatte hin oder her – uns ist vor allem eines wichtig: Wir wollen mit den Gievenbeckern und unseren Gästen feiern. Für alle wird was geboten.

Imort: Und die Gievenbecker sollten das auch wirklich nutzen. Wenn sie nicht kommen, sind wir irgendwann nicht mehr in der Lage, ein solches Fest auf die Beine zu stellen. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir hier in Gievenbeck ein solches Fest machen.

Ein Risiko-Faktor ist – gerade im Hinblick auf den Haupt-Act am Abend – das Finanzielle. Sind sie abgesichert?

Imort: Aufgrund der einjährigen Pause der Sommersause haben wir ein wenig eingespart. In Verbindung mit Sponsoren und den Eintrittsgeldern dürften wir das hinbekommen. Da mache ich mir weniger Sorgen.

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