Austermannstraße: Stephan Brinktrine wehrt sich
„Bin nur der Überbringer“

Münster-Gievenbeck -

In der Diskussion um die Umbenennung der Austermannstraße fühlt sich Stephan Brinktrine absolut missverstanden: „Ich bin hier nur der Überbringer der Nachricht und der jeweiligen Entscheidung aus dem zuständigen Fachamt.“

Dienstag, 13.03.2018, 18:03 Uhr

Die Diskussionen um die Umbenennung der Austermannstraße gehen weiter. Foto: kbö

Für kontroverse Diskussionen und zum Teil hitzige Reaktionen sorgt derzeit die Entscheidung zur abgelehnten Umbenennung der Austermannstraße. Wie berichtet, gab es im Jahr 2015 einen Bürgerantrag, der die Umbenennung eben dieser Austermannstraße zum Inhalt hatte. Es ging um die Rolle des Namensgebers als „Beschlagnahmer jüdischen Eigentums in Münster“ während der NS-Zeit.

Der Antrag wurde unter anderem deshalb abgelehnt, da „Austermann als Sachbearbeiter in der Stadtverwaltung keine Entscheidungsbefugnisse“ gehabt habe und lediglich „ein kleines Rad im Getriebe“ gewesen sei. Eine Begründung, die im städtischen Vermessungs- und Katasteramt formuliert als Antwort an die Antragsteller ging – mit Unterschrift des Bezirksbürgermeisters Stephan Brinktrine. Und als solche wurde sie auch in der Bezirksvertretung öffentlich verlesen.

Nun schlagen nicht nur in sozialen Netzwerken die Wellen entsprechend hoch, auch verschiedene Leserbriefe befassen sich kritisch mit den getätigten Aussagen. Kritisiert wird vor allem der Bezirksbürgermeister. In diesem Zusammenhang fühlt sich Stephan Brinktrine allerdings absolut missverstanden: „Ich bin hier nur der Überbringer der Nachricht und der jeweiligen Entscheidung aus dem zuständigen Fachamt.“

Auf keinen Fall wolle er sich in eine rechte Ecke stellen lassen. Mit dem Vorwurf konfrontiert, er habe die Stellungnahme, die öffentlich verlesen wurde, schließlich selbst unterschrieben, sagte Brinktrine gegenüber unserer Redaktion: „Das ist nun einmal das Verfahren, wie Anträge nach Paragraf 24 der Gemeindeordnung beantwortet werden.“ Der Bezirksbürgermeister überbringt nur die Überprüfung der Stadt.“ Dies sei seine Aufgabe – ungeachtet seiner eigenen Meinung zu diesem Thema.

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