Müll auf dem Spielplatz
Blutige Verpackung im Sand

Münster-Gievenbeck -

Die Anwohner des Spielplatzes am Möllmannsweg haben die Nase voll: Nach sonnigen Wochenenden mit vielen Grillpartys häufen sich die Müllberge auf dem Parkgelände. Die Forderung: größere Abfallbehälter.

Montag, 07.09.2015, 00:09 Uhr

Die Gievenbeckerin Irmela Splitta beklagt wie so viele andere Anwohner die viel zu kleinen Müllbehälter. Aus diesen würden sich häufig auch Krähen bedienen und den Müll über den gesamten Spielplatz tragen.
Die Gievenbeckerin Irmela Splitta beklagt wie so viele andere Anwohner die viel zu kleinen Müllbehälter. Aus diesen würden sich häufig auch Krähen bedienen und den Müll über den gesamten Spielplatz tragen. Foto: kbö

Kopfschüttelnd läuft Irmela Splitta über die weitläufige Parkfläche des Spielplatzes am Möllmannsweg. Offensichtlich wurde dort wieder gefeiert – wie so oft in diesen Sommermonaten. An einem Mülleimer bleibt sie stehen: „Bis oben hin voll, alles fällt raus – das muss doch wohl nicht sein“, sagt die Anwohnerin. Sie und weitere Nachbarn betätigen sich regelmäßig als Müllsammler. Das geht ihnen mächtig auf die Nerven. Ihre klare Forderung: Sie wollen größere Mülltonnen.

„Besonders nach den Grilltagen am Wochenende gibt es hier sehr viel Müll “, beklagt die Gievenbeckerin. Zwar räumten einige Park-Nutzer ihren Abfall in Plastik-Tüten und steckten diese dann – so Platz vorhanden – in die ihrer Meinung nach viel zu kleinen Mülltonnen. „Diese kleinen Behälter werden aber nur einmal in der Woche geleert.“ Häufig sei der Platz aber „dermaßen versaut, dass das von den Anwohnern gerufene Ordnungsamt eine Sonderreinigung veranlasst“.

Besonders erbost ist Irmela Splitta über die Tatsache, dass häufig Krähen den Müll aus den kleinen Behältern ziehen, um ihn dann quer auf dem Platz zu verteilen: „Es handelt sich um Essensreste, die besonders gefährlich sind: Geflügel und Fleisch, blutige Verpackungsreste und Salate mit Ei, die dann im Sandkasten liegen, in dem danach Kleinstkinder spielen.“

Splitta hat nach eigener Aussage schon mehrfach versucht, mit der Verwaltung eine Lösung zu finden: „Ich habe schon drei Mal mit verschiedenen Mitarbeitern des Grünflächenamtes gesprochen, sie lehnen es immer ab, größere und vor allem geschlossene Behälter mit Deckeln aufzustellen, damit wenigstens das schon entsorgte Zeug nicht fünf Tage lang jeden Tag wieder herausgeholt wird.“ Die letzte ablehnende Antwort sei gewesen, dass die Stadt es auf allen Spielplätzen gern einheitlich halte.

Neben dem Problem der knapp bemessenen Mülleimer regt sich die Gievenbeckerin auch über diejenigen Besucher auf, die ihren Müll absichtlich quer über dem Platz verteilen und offensichtlich sogar Glasflaschen mutwillig zerstören. Irmela Splitta berichtet von einem Vorfall, bei dem sich ein Kleinkind schwer verletzte: „Es wurden Flaschen auf der Rutsche zerschlagen und klebten dann bis zum nächsten Tag dort fest.“ Das Kind habe die Scherben übersehen und sei darüber hinweg gerutscht. „Die Polizei sperrte anschließend die Spielfläche, bis sie wieder gesäubert war.“

Das Grünflächenamt ist nach Aussage von Franz-Josef Gövert, Abteilungsleiter Grünflächenunterhaltung, stets darum bemüht, Verbesserungen kurzfristig umzusetzen: „Wenn man uns informiert, werden wir auch tätig.“ Sollte wirklich der Bedarf nach größeren Müllbehältern gegeben sein, sei man im Grünflächenamt bemüht, das Problem zu beheben. Im konkreten Fall Möllmannsweg wolle man sich vor Ort ein Bild der Gegebenheiten machen

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