Zweigstelle des Bildungs- und Wissenschaftszentrums nimmt den Betrieb auf
Neue Lehrstätte für Zoll-Nachwuchs

Münster-West -

Die Zweigstelle des Bildungs- und Wissenschaftszentrums der Bundesfinanzverwaltung an der Mecklenbecker Straße nimmt den Betrieb auf. Wegen der vermehrten Aufgaben des Zolls muss mehr Nachwuchs ausgebildet werden. Dafür wäre die ursprüngliche Niederlassung am Gescherweg zu klein.

Mittwoch, 05.08.2015, 13:00 Uhr
Einen symbolischen Schlüssel für die Niederlassung des Bildungs- und Wissenschaftszentrums der Bundesfinanzverwaltung (BWZ) an der Mecklenbecker Straße erhielten (v.l.) Dr. Rüdiger Nolte (Dekan des Fachbereichs Finanzen der Hochschule des Bundes) und Thomas Schoeneck (Präsident des BWZ) von den Investoren und Vermietern Markus Kumbrink und Gregor Elbers. Foto: eb

Als „besonderen Tag“ bezeichnete Thomas Schoeneck , Präsident des Bildungs- und Wissenschaftszentrums der Bundesfinanzverwaltung (BWZ), die Schlüsselübergabe am Dienstag. „Seit 25 Jahren ist das BWZ in Gievenbeck am Gescherweg beheimatet, und jetzt beziehen wir die Zweigstelle an der Mecklenbecker Straße.“ Die erhöhten Einstellungszahlen aufgrund der zusätzlichen Aufgaben des Zolls führten zu einem größeren Raumbedarf.

Das BWZ und der Fachbereich Finanzen der Hochschule des Bundes sind für die Aus- und Fortbildung der Zollbediensteten in ganz Deutschland zuständig. Wie berichtet, fallen in den Aufgabenbereich des Zolls nun auch die Kraftfahrzeugsteuer und die Kontrolle des Mindestlohns.

Daher werden künftig in Münster nicht mehr 350 spätere Mitarbeiter des gehobenen Dienstes pro Jahr ausgebildet, sondern über 450. Im mittleren Dienst werden es an anderen Standorten in Deutschland anstatt 600 Studierenden pro Jahr künftig 800 sein. Für den Unterricht und die Unterbringung der Studierenden in Münster reicht der Gebäudekomplex am Gescherweg nicht aus. Eine Erweiterung am ursprünglichen Standort wäre nicht rechtzeitig zum Ausbildungsbeginn in diesem Monat machbar gewesen und hätte 120 Millionen Euro gekostet, davon 20 Millionen Euro für eine Containerunterbringung als Übergangslösung.

Daher war es eine von allen Beteiligten als glückliche Lösung betrachtete Alternative, einen Teil des Gebäudes an der Mecklenbecker Straße neben dem Handwerkskammerbildungszentrum zu nutzen. Das Amt für Wirtschaftsförderung hatte der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben diese Lösung vorgeschlagen.

Das Gebäude war eine Ausbildungsstätte des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbands, stand jedoch seit April 2014 teilweise leer, informierten die Investoren und Vermieter Markus Kumbrink und Gregor Elbers von der AGHM Immobilien GbR. „Die vorige Nutzungsstruktur passte sehr gut zu unseren Anforderungen“, freut sich Dr. Rüdiger Nolte, Dekan des Fachbereichs Finanzen der Hochschule des Bundes. Einige Wände wurden entfernt, um größere Lehrsäle zu schaffen. Der Fitnessbereich wurde zurückgebaut.

Insgesamt nutzt das BWZ am neuen Standort 9000 Quadratmeter in drei Gebäudeteilen. Darunter sind Lehrsäle, Gruppenarbeitsräume, Büros und Unterkünfte, informierte Bernd Wallner, Pressesprecher des BWZ. Es gebe zehn Standardlehrsäle mit je rund 90 Quadratmetern für insgesamt 280 Studierende, außerdem kleinere Seminarräume mit je 40 bis 60 Quadratmetern und 20 Gruppenarbeitsräume. Von den 121 Zimmern für die Studierenden seien 13 als Doppelzimmer nutzbar. Die Mensa verfüge über rund 200 Sitzplätze, hinzu komme ein Außenbereich.

Am BWZ werden an beiden Standorten zusammen rund 1400 Studienteilnehmer jährlich unterrichtet. Sie befinden sich in unterschiedlichen Zeitabschnitten des dreijährigen Dualen Studiums. 

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