2. Künstlermeile
Kunst unter freiem Himmel

Münster-Angelmodde -

27 Künstler zeigten an 13 Orten in Angelmodde und Wolbeck ihre Kunstwerke und boten Aktionen zum Mitmachen für Jung und Alt an. Die Kunstmeile in Südost fand zum zweiten Mal statt.

Sonntag, 30.06.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 01.07.2019, 18:03 Uhr
Anne Balsmeyer , Rüdiger Klebeck, Uschi Dillmann, Manfred Hesse und Annemarie Berlin (v.l.n.r.) verbanden ihre Kunstwerke – wie die hier gezeigten maritimen Sujets – mit der sie umgebenden Natur am Strandhof. Foto: iag

Angelmodde war mal ein Künstlerdorf und es sollte wieder eins werden, wenn es nach Uschi Dillmann ginge. Als ehemalige Ausstellungsleiterin im Gallitzin-Haus rief sie die AKT-Gruppe (Angelmodder Künstler Treff) ins Leben. Diese Vereinigung übernahm erstmals die Initiative bei der Veranstaltung der zweiten „Kunstmeile Südost“ am vergangenen Wochenende.

27 Künstler zeigten an 13 Orten in Angelmodde und Wolbeck ihre Kunstwerke und boten Aktionen zum Mitmachen für Jung und Alt an. Dabei wurde nicht nur das eigene Schaffensspektrum in den Vordergrund gerückt, sondern vielmehr auf ein ausgewogenes Zusammenspiel zwischen Kunstwerk und Ausstellungsort geachtet.

Bilder, Fotographien und Skulpturen von Reisen, Wasser und Natur gab es unter anderem im „Strandhof“ an der Werse zu erkunden. Stoffbilder – Tibet-Thangkas in Rot, Gold und Erdfarben lehnten sich an die Südseite der St. Agatha Kirche. Astrid Sapion will mit ihrer abstrakten Malerei auf die politische Situation in Tibet aufmerksam machen. „Das Land liegt mir sehr am Herzen. Ein Teil der Einnahmen aus meinen Bildverkäufen spende ich an die Deutsche Tibethilfe“, so Sapion.

Auch im Pfarrheim herrschte auf der einen Seite das heimelige Nebeneinander von „Outcast“-Küchenstilleben sowie von naturalistischen, an Jacques Callots burlesken Radierungen orientierten Tierdarstellungen von Susanne Scheidle. Neben Farben arbeitet sie auch mit althergebrachten Malutensilien wie Kaffee, der ihren Zeichenblättern den nötigen Sepiaton verleiht.

Daphne Wu , die sich den Ausstellungsraum mit Scheidle teilte, hatte dagegen Fotographie auf den Tischen und Wänden verteilt sowie schweres Gepäck in mehreren Taschen an der Mauer zum Kirchhof zum Auspacken bereitgestellt. „ich habe Steine aus  Wolbeck, Hiltrup, Kamen und Bottrop dabei“, so Wu. Denn angedacht war eine Aktion, bei der die Besucher aus diesen Steinen eine Spirale legen konnten. Die Spirale – ein Zeichen der Dankbarkeit und Wertschätzung an die Natur, Wu selbst sieht es als Dank für die Naturelemente, die von Menschen zur Energiegewinnung genutzt werden.

Mehrere Mitmachaktionen für junge Besucher sowie geführte Fahrradtouren, die am Strandhof starteten, rundeten die Kunstmeile ab. Gewünscht hätte sich die Künstlergruppe rund um die Angelstraße allerdings einen anderen Tourenverlauf, so kamen die Radfahrer erst recht spät bei ihnen vorbei.

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