Zehnjähriges Golftalent aus Amelsbüren
Er hat den Schwung raus

Münster-Amelsbüren -

Wenn der zehnjährige Leon Sören Schedensack golfen geht, wird er manchmal gefragt, ob er denn überhaupt schon ein Handicap hätte. Wenn er dann antwortet, fällt den meisten Erwachsenen erst einmal die Kinnlade herunter.

Freitag, 10.08.2018, 09:00 Uhr

Der Amelsbürener Leon Sören Schedensack trainiert drei Mal in der Woche auf Haus Tinnen. Seine Trainer Michael Terbot und David Wilmes loben ihn als Talent: „Seine Schlagtechnik ist eine seiner großen Stärken.“ Foto: mlü

Im Golfsport wird mit dem Handicap die Stärke eines Golfspielers bezeichnet – kurz gesagt: Je weniger Schläge ein Spieler braucht, um den Parcours zu bewältigen desto niedriger ist sein Handicap. Ab einem Wert von -18 oder weniger gilt jemand als spielstark. Neulinge beginnen bei -54. Leon Sören hat sich einen Wert von -11,6 erarbeitet.

Damit ist er bereits besser als sein Vater, der immerhin mit einem Handicap von -15,6 antritt. „Ich habe immer gesagt: Der einzige, der mich überholen darf und ich mich darüber auch freuen dürfte, wäre mein Sohn“, freut sich Thorsten Schedensack.

Die Golf-Verbände bieten guten Nachwuchsgolfern ein besonderes Förderungsprogramm an. Ihnen winkt eine Nominierung für den Landeskader. Leon Sören wurde 2016 in den NRW-Kader aufgenommen und hat Glück: Weit fahren muss der Amelsbürener zum Training nicht. Der Golfclub Tinnen ist nämlich einer der Landeskaderstützpunkte. Auf den NRW-Ranglistenturnieren tritt er häufig gegen bis zu 17-jährige Golfer an. Einschüchtern lässt er sich davon nicht. Sein Vorteil ist deswegen häufig psychologischer Natur: „Die unterschätzen mich erst einmal.“ Und wenn sie dann sehen, was der Zehnjährige tatsächlich kann, „dann kriegen sie nichts mehr hin“.

Schon seit er vier Jahre alt ist, hat sein Vater ihn regelmäßig mit zum Golfspielen mitgenommen. „Irgendwann kam der entscheidende Moment“, sagt Thorsten Schedensack. Leon Sören ist Linkshänder, und er habe einen Trainer gefragt, ob sein Sohn wohl besser links oder rechts schwingen solle. Leon Sören ging dann mit dem Trainer los und kam verwandelt zurück. „Ich weiß nicht, was da bei ihm passiert ist, aber das war eine Initialzündung.“

Am Wochenende wollen sie wieder gemeinsam losziehen. Als Vater-Sohn-Gespann treten sie bei den Vierer-Clubmeisterschaften auf Haus Tinnen an. In der kommenden Woche ist Leon Sören außerdem für die Rhein-Ruhr-Masters angemeldet.

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