„European Wagyu-Gala“
US-Züchter wissen, wo Albachten liegt

Münster-Albachten -

Auf dem Hof des Albachtener Rinderzüchters Reinhard Holtmann ging es bei der „European Wagyu-Gala“ zwei Tage lang um kostbare Rinder und noch vieles mehr drumherum.

Dienstag, 11.09.2018, 18:23 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 10.09.2018, 20:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 11.09.2018, 18:23 Uhr
Reinhard und Melanie Holtmann (v.l.) und Hubertus Diers als Veranstalter sowie der Züchter und Meisterkoch Lucki Maurer (r.) setzten die „European Wagyu Gala“ in Szene. Foto: ann

In den USA gibt es etliche Rinderzüchter, die wissen, wo Albachten liegt. Es sind solche Züchter, die Wagyu-Rinder in ihren Ställen und auf den Weiden haben, also Tiere jener sehr teuren und kostbaren Rinderrasse, die ursprünglich aus Japan kommt, wo sie Kobe-Rinder heißen. Zum vierten Mal veranstalteten Reinhard und Melanie Holtmann auf ihrem Hof zusammen mit Dr. Hubertus Diers als Mitglieder in mehreren Wagyu- Interessengruppen eine „European Wagyu-Gala“.

Dabei wurden 38 weibliche Tiere, vier Zuchtbullen und sogar Embyonen zur Versteigerung angeboten – ein wichtiges Ereignis für Insider. Die kamen aus den USA, Italien, Spanien, den Benelux-Staaten, dem Baltikum, aus Großbritannien, Österreich und der Schweiz – mithin bot Albachten also am Wochenende internationales Flair. Außerdem konnten Züchter aus aller Welt mitsteigern, da die Auktion im Internet übertragen wurde.

Aber bevor Kikuyasu, Naomihira, Michiyoshi und die anderen Wagyu-Stars beim Schweizer Auktionator Andreas Aebi unter den Hammer kamen und die Pedigreeleserin Mercedes Danekas-Lohse aus Kalifornien die Abstammung der einzelnen Tiere, ihre errungenen Auszeichnungen und ihre besonderen Eigenschaften erklärte, war am Tag vorher ein Country-Abend angesagt. In einem dekorierten Zelt mit viel Atmosphäre und perfekter Ton- und Bildtechnik sorgte die Band „Mavericks“ für einen stilechten Sound, dazu boten die „Dance Ladies“ schwungvolle Showeinlagen.

Draußen luden die Meisterköche Lucki Maurer und Xiao Wang mit ihren Teams die zirka 260 angemeldeten Gäste in kleineren Zelten zu exquisiten Leckerbissen ein – das Wagyu-Rind in vielfältiger kulinarischer Interpretation – war eine Reise von Japan über die USA und Argentinien bis nach Irland. Ein Abend gleichermaßen für Züchter, Fleischliebhaber und Gourmets. Die Zahl Letzterer steige, weiß Reinhard Holtmann. Gute Restaurants legten zunehmend mehr Wert auf exzellentes Fleisch, das sorgfältig und schonend produziert werde. Und die Hauptakteure der Veranstaltung? Unbeeindruckt von dem Trubel standen sie schläfrig in den offenen Ställen und kauten mit sanfter Gleichmut ihr Heu.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6041517?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F131%2F
Mann mit Methadon-Kuchen vergiftet und ausgeraubt
Mordprozess in Münster: Mann mit Methadon-Kuchen vergiftet und ausgeraubt
Nachrichten-Ticker