Frauengemeinschaft St. Ludgerus
Frauengemeinschaft im Aufwind

Münster-Albachten -

In Albachten wird dafür gesorgt, dass die kfd-Mitgliedschaft für Jung und Alt attraktiv ist: Dort wurde bereits vor zwei Jahren die Gruppe „kfd 30 plus“ aus der Taufe gehoben.

Dienstag, 26.12.2017, 18:12 Uhr

Gute Laune ist bei den beiden Birgits von der „kfd 30 plus“ meist selbstverständlich: Birgit Winterhoff (l.) und Birgit van der Kolk sorgen mit dafür, dass die Albachtener Frauengemeinschaft auch für jüngere Mitglieder attraktiv ist.
Gute Laune ist bei den beiden Birgits von der „kfd 30 plus“ meist selbstverständlich: Birgit Winterhoff (l.) und Birgit van der Kolk sorgen mit dafür, dass die Albachtener Frauengemeinschaft auch für jüngere Mitglieder attraktiv ist. Foto: ann

Ein Glück, dass Birgit van der Kolk geübt ist, tolle Fotobücher zusammenzustellen. So hat sie nicht nur von Schützen- oder Nachbarschaftsfesten und Reisen Erinnerungen aufs Feinste dokumentiert und bewahrt, sondern auch von den Aktivitäten der katholischen Frauengemeinschaft ( kfd ) in Albachten. Zur Gruppe „kfd 30 plus“ hat sie zusammen mit ihrer Namensschwester Birgit Winterhoff eine ganz besondere Beziehung: Beide waren langjährige kfd-Mitglieder, als ihnen vor zwei Jahren klar wurde, dass etwas geändert werden musste.

Die kfd sollte jünger werden, ohne die Bedürfnisse der langjährigen älteren Mitglieder aus den Augen zu verlieren. „Die Zeiten, wo Frauen sozusagen automatisch in die kfd eintraten, wenn sie heirateten, sind vorbei“, hatte Birgit Winterhoff erkannt.

Sie nahm Kontakt auf zur kfd-Geschäftsstelle in Münster und bekam Anregungen und auch Material von den dortigen Profis. „Wir wollten gezielt jüngere Frauen ansprechen und im Bekannten- und Freundeskreis sichten, wer Lust hätte, in einem Team mitzumachen.“

Acht Frauen erschienen bei einem ersten Treffen – sie alle gehören bis heute zum Team. „Dann haben wir 726 Einladungen an Frauen in Albachten im Alter zwischen 30 und 60 Jahren verschickt“, erinnert sich Birgit Winterhoff. Es waren „Mitmachkarten“ dabei, auf denen die Wünsche der Frauen erfragt wurden, also wann, wie oft und mit welchem Programm die Frauen sich die Treffen wünschen. Abendtermine waren für die jüngeren berufstätigen Frauen ein entscheidender Punkt.

Ein erster Informationsabend fand Ende September 2015 mit 32 Frauen statt, der Gründungsabend für die Gruppe „ kfd 30 plus“ war dann nur einen Monat später am 21. Oktober. Da erschienen bereits 62 Albachtenerinnen. „Wir hatten nicht genug Beitrittsformulare“, erinnern sich die beiden Gründungsfrauen. Die Frauengruppe nahm Fahrt auf und entwickelte ein vielseitiges, interessantes Programm, das jeden Monat mindestens einen kleinen Höhepunkt bietet: von der Rorate-Messe bei Kerzenschein, einem Klangabend mit einer Klangtherapeutin, über die Besichtigung der Roxeler Kornbrennerei Leuvering bis hin zu einer Radtour und einer Mitbring-Party „Wir sind eins“ mit den älteren kfd-Frauen.

Derzeit gibt es 244 Mitglieder, die Älteste ist 95, die Jüngste 32 Jahre alt. Einige Gesichter sind nach einem Fotoshooting in einem kfd-Taschenkalender verewigt. Vorläufiger Höhepunkt war vor 13 Monaten die Verleihung des Marianne-Dirks-Preis für „innovative, beispielhafte und kreative Projekte um die Gewinnung neuer Mitglieder im Rahmen der dreijährigen Mitgliederwerbekampagne „Frauen.Macht.Zukunft.“

„Das war total spannend, als wir in Trier waren und dann tatsächlich den ersten Preis verliehen bekamen.“ Beide Frauen strahlen noch immer, wenn sie daran denken. Sie sind auch im kommenden Jahr nach Trier eingeladen, diesmal um über den Fortgang der „kfd 30 plus“-Gruppe zu berichten. Sie werden gute Neuigkeiten über die Verjüngung verkünden können: Mittlerweile gibt es auch zwei „Kükentreffs“ für Frauen mit Babys und jungen Kindern bis zwei Jahren.

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