Neubaugebiet Albachten-Ost
Protestbrief aus Albachten

Münster-Albachten -

Die vorgesehene Planung fürs künftige Neubaugebiet im Osten Albachtens stößt in der Nachbarschaft auf herbe Kritik: Anwohner der Lütken Geist sind mit dem Entwurf alles andere als zufrieden.

Mittwoch, 13.12.2017, 19:12 Uhr

Einen Protestbrief aus Albachten haben die Mitglieder des Planungsausschusses sowie die Verantwortlichen im Stadtplanungsamt erhalten. Absender ist die Interessengemeinschaft der Lütke-Geist-Anwohner um Burkhard Lange . Diese ist enttäuscht, dass bei der Überarbeitung des Entwurfs fürs geplante Baugebiet Albachten-Ost offenbar kaum auf ihre Anregungen und Bedenken (wir berichteten) eingegangen wurde.

„Auch der neue Entwurf lässt nicht erkennen, wie die Hochwasserproblematik am Feldrand zur Lütken Geist gelöst werden soll“, heißt es im Schreiben der Anwohner-Initiative. Das Gelände sei dort niedriger als in der Mitte des Baugebiets. Das habe in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Überflutungen in den Kellern der angrenzenden Häuser geführt. Deshalb sei vor allem in diesem Bereich ein Regenrückhaltebecken zum Schutz vor Hochwasser notwendig und nicht wie geplant im Südosten von Albachten-Ost.

Burkhard Lange und seine Mitstreiter fordern von der Stadt ein wirksames Hochwasserschutzkonzept, das ihnen zugänglich gemacht wird und von unabhängigen Gutachtern geprüft werden kann. „Ohne einen effektiven Hochwasserschutz ist die gesamte Planung des Baugebietes auf Sand gebaut“, stellen die Anwohner von der Lütken Geist klar.

Ein weiterer Kritikpunkt, den sie deutlich zum Ausdruck bringen, ist „die immer noch massive geplante Bebauung in direkter Nachbarschaft zu den bestehenden Häusern“. Diese schaffe optisch ein „Dorf im Dorf“, was es nicht zuletzt aufgrund der Diskussion im Rahmen der Albachtener Zukunftswerkstatt unbedingt zu vermeiden gelte.

Das neue Baugebiet solle einladen und nicht abriegeln, so die Anwohner-Initiative: „An anderer Stelle, zum Beispiel im nördlichen oder östlichen Teil des Neubaugebiets am Wald- oder Feldrand, wo niemand dadurch in der Sicht behindert wird, wäre ein besserer Ort für eine dichte Bebauung.“

Ebenfalls ein Dorn im Auge ist der Interessengemeinschaft, dass der rund 2,65 Meter breite Weg zwischen den beiden Häuserreihen der Lütken Geist künftig zur Fuß- und Radwegverbindung ins Baugebiet werden soll. „Dieser Weg muss als Zufahrt zu den dort befindlichen Häusern bestehen bleiben und wird auch nach Fertigstellung des Baugebiets weiterhin von Pkw oder Lieferwagen befahren werden müssen, weil es ansonsten keine Alternative gibt, zu den Eingängen der Häuser zu gelangen“, heißt es im Schreiben an Politik und Verwaltung weiter. Das notwendige Befahren des Weges durch den motorisierten Anliegerverkehr werde für Fußgänger und Radfahrer unweigerlich zu Gefahrensituationen führen, warnt die Initiative.

Bei der am heutigen Donnerstag um 18 Uhr im „Haus der Begegnung“ (Hohe Geist 8) anstehenden öffentlichen Infoveranstaltung zum Baugebiet Albachten-Ost wollen die Nachbarn von der Lütken Geist einmal mehr auf ihre Anliegen hinweisen und ihre Kritik an den Planungen zum Ausdruck bringen: „Auf alle genannten Problembereiche findet der neu präsentierte Entwurf keine Antwort. Planung neuer Baugebiete muss sein, aber doch nicht so.“

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