Pfarrei St. Liudger
„Wir können das schultern!“

Münster-West -

Die Pfarrei St. Liudger will sich künftig auch für den Verein „Ärzte für Kinder in Not“ in Eritrea engagieren. Ein entsprechender Pfarreiratsbeschluss wurde bereits gefasst.

Donnerstag, 30.11.2017, 20:11 Uhr

Pfarrer Dr. Christian Schmitt (stehend) gab Einblick in die Eine-Welt-Projekte der Pfarrei St. Liudger. Gemäß Pfarreibeschluss soll künftig auch die Nichtregierungsorganisation „Ärzte für Kinder in Not“ (Archemed) unterstützt werden, die im bitterarmen Eritrea aktiv ist .
Pfarrer Dr. Christian Schmitt (stehend) gab Einblick in die Eine-Welt-Projekte der Pfarrei St. Liudger. Gemäß Pfarreibeschluss soll künftig auch die Nichtregierungsorganisation „Ärzte für Kinder in Not“ (Archemed) unterstützt werden, die im bitterarmen Eritrea aktiv ist . Foto: sn

„Es geht nicht um höher, schneller, weiter“, unterstrich Carsten Drude , Moderator des besonderen Abends. Ehrenamtliche aus den vier Gemeinden der Pfarrei St. Liudger stellten im Roxeler Pfarrzentrum die Projekte ihrer Eine-Welt-Arbeit vor: „Es gibt viele gute Ideen, vielleicht kann man sich gegenseitig unterstützen“, sagte Drude.

„Ich habe noch nie so fröhliche Kinder gesehen wie in dieser Roma-Schule“, berichtet ein Aktiver über das Bildungsprojekt der St.-Stephanus-Gemeinde im albanischen Fushë Arrë, das auch im Rahmen der WN-Weihnachtsspendenaktion im Jahr 2009 gefördert wurde: „Ich habe die Lehrer beneidet, die dort unterrichten“, meinte der Ehrenamtliche, der selbst Pädagoge ist.

Nur eines von etlichen eindrucksvollen Erlebnissen, die die vielen Engagierten der vier Gemeinden im Laufe der Jahre sammeln konnten. Nun soll zu den bereits existierenden Projekten, die von den verschiedenen Gruppen der Eine-Welt-Arbeit betreut werden, noch eines hinzukommen: Die Eritrea-Hilfe der Nichtregierungsorganisation „Ärzte für Kinder in Not“ (Archemed) soll durch die Pfarrei unterstützt werden. Ein entsprechender Pfarreiratsbeschluss wurde bereits gefasst.

Es gehe dabei unter anderem um die Förderung von behinderten Kindern, die vom Down-Syndrom, Autismus oder spastischen Lähmungen betroffen seien, berichtete der Aktive Thomas Dirksen, der regelmäßig in das afrikanische Land reist, zuletzt gemeinsam mit Pfarrer Dr. Christian Schmitt .

Pfarrer Dr. Timo Weissenberg sagte angesichts der Abgeschottetheit des nordostafrikanischen Landes: „Es sind nur wenige Türen nach Eritrea offen. Diese Hilfe ist so eine Tür.“

„Wir können das schultern“, meinte Schmitt. Die Eritrea-Hilfe sei als zusätzliches „Angebot“ zu verstehen. Dieses gehe, so stellte der Geistliche klar, nicht zu Lasten der anderen Projekte der Eine-Welt-Arbeit der St.-Liudger-Pfarre.

„Wir können diese Veranstaltung gerne fortsetzen“, freute sich Drude angesichts der positiven Resonanz auf den Informationsabend. Außerdem, darin waren die Teilnehmer einhelliger Meinung, sollen alle Initiativen der Pfarrei St. Liudger ihre Projekte in einer gemeinsamen Publikation vorstellen. Diese könnte voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018 erscheinen.

Darüber hinaus regte Pfarrer Weissenberg an, eine „Infobörsen“-Veranstaltung zu planen, auf der sich die einzelnen Initiativen vorstellen können. Diese solle „pfiffig konzipiert“ sein und vor allem auch diejenigen ansprechen, die am Sonntag nicht in die Kirche kämen. Schmitt wiederum appellierte an das Engagement jedes Einzelnen und die notwendige Sensibilität für die Belange anderer.

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