Schule 2.0.
Neue Stunden- und Pausenmodelle

Münster-Kinderhaus -

Auch die Schulen müssen mit der Zeit gehen. Deshalb gibt es jetzt Optimierungen am Schulzentrum. Sie orientieren sich – noch stärker als sonst – an den Schülern.

Donnerstag, 18.07.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 19.07.2019, 16:10 Uhr
Ralf Cyrus, Tobias Regenbrecht und Clemens Krause (v.l.) nehmen auf einer historischen Schulbank Platz, um die neuen Konzepte vorzustellen. Foto: Anke Sundermeier

Das Stundenmodell der Rhythmisierung führt die Geschwister-Scholl-Realschule direkt mit Beginn des kommenden Schuljahres ein. Die 16 Klassen der Realschule werden dann Unterrichtsstunden von zusammenhängenden 65 Minuten haben, anstatt wie bisher Einzelstunden von je 45 Minuten.

Das Geschwister-Scholl- Gymnasium behält die bis dato von beiden Schulen gefahrene Stundenverteilung, weil die münsterischen Gymnasien in der Oberstufe im Rahmen der Leistungskursangebote kooperieren.

Aufgrund dessen liegen die Leistungskurse an allen Gymnasien als 90-minütige Doppelstunden im Vormittagsbereich, der mit einer zweiten Pause um 11.25 Uhr endet. Im Gegensatz zu zwei Pausen am Gymnasium wird die Realschule nun bis zur Mittagszeit um 12.55 Uhr nur eine Pause (10.10 Uhr) haben.

Was auf den ersten Blick wie ein Alleingang der Realschule wirkt, ist laut den beiden Schulleitern Ralf Cyrus (Gymnasium) und Clemens Krause (Realschule) eine Stärkung des Schulzentrums Kinderhaus. „Das Schulzentrum mit dem dreigliedrigen Schulsystem ist eine Bereicherung und ein Alleinstellungsmerkmal für den Stadtteil.“

„Es ist ein Bildungsangebot, bei dem sich jede Schulform an den Bedürfnissen der Schüler orientiert und sich mit den sich veränderten Ansprüchen auch weiterentwickeln muss, mit dem Ziel ein starkes Gymnasium und eine starke Realschule am Standort vorwärts zu bringen“, erklären beide Schulleiter unisono.

Die Realschule stelle sich laut Tobias Regenbrecht (stellvertretender Schulleiter Realschule) damit auch den Herausforderungen an die Inklusion. Die Realschule sei eine Schule der Erstförderung und habe Schüler mit sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, betonte Regenbrecht.

Nach dem Besuch verschiedener Schulen, die das Stundensystem der Rhythmisierung fahren, hat man laut Krause in den Fachgremien der Realschule etwas Wichtiges festgestellt. Es geht um das Schulkonzept, Unterrichtsgegenstände so aufzuarbeiten, dass alle einen Lernerfolg mitnehmen. Es richtet sich nach den ganz individuellen persönlichen Fähig- und Fertigkeiten. Diese Herausforderung an den Unterricht könne man am Besten mit komprimierten Unterrichtseinheiten umsetzen.

Die durch die Rhythmisierung auftretenden Probleme haben die Schulleiter fest im Blick. In Anbetracht der ab März 2020 beginnenden Erweiterung des Schulzentrums werden die Pausenflächen für die Realschule im Bereich der Arena, des Bürotrakts und der Mensa liegen. Das Gymnasium werde den Bereich an den Fachräumen, dem Bolzplatz und den zur Grundschule ausgerichteten Flächen nutzen.

Somit führen die unterschiedlichen Pausen nicht zu Lärmbelästigungen. Gute Erfahrungen habe man mit Schallschutz im Bereich einzelner Fachräume gemacht. Dort sollen weitere Schallschutzmaßnahmen erfolgen. Priorität habe das Gymnasium bei der Nutzung der Fachräume vormittags, da hier vor allem die Leistungskurse im Fokus liegen.

Es gibt nur noch zum gemeinsamen Unterrichtsbeginn einen Gong. Durch die unterschiedlichen Mittagspausen entzerrt sich die Versorgung in der Mensa, sodass das Essen für alle Schüler stressfreier ablaufen soll.

Und damit spontan auftauchenden Problemen sofort der Garaus gemacht werden kann, wird direkt zum Beginn des Schuljahres ein Gremium aus Lehrern, Schülern und Eltern im regelmäßigen Rhythmus tagen und Anregungen aufnehmen oder die Lösung von Problemen pragmatisch umzusetzen.

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