Start nach schwerer Verletzung
Zurück zu alter Stärke

Münster -

Hinter Yannick Winterhoff liegt eine Zeit, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen könnte. Doch der 33-Jährige hat sich zurück ins Leben gekämpft und beim Sparda-Münster-City-Triathlon einen Traum erfüllt.

Sonntag, 14.07.2019, 17:30 Uhr aktualisiert: 14.07.2019, 18:04 Uhr
Mit Kumpel Paul Zwick (r.) hat Yannick Winterhoff nach seiner schweren Verletzung viele Trainingseinheiten absolviert. Am Sonntagmorgen starteten die beiden gemeinsam beim Sparda-Münster-City-Triathlon. Winterhoff belegte in 2:19:44 Stunden Gesamtplatz 122, Zwick in 2:08:18 Platz 29.. Foto: Björn Meyer

Es ist der 12. Mai 2018, Münster zelebriert Frieden suchend den Katholikentag , als Yannick Winterhoff , gerade genesen von einem Achillessehnenriss, bei einem Unfall vor der Lambertikirche ungebremst mit dem Hinterkopf auf den Asphalt stürzt. Der heute 33-jährige Lehrer erleidet Hirnblutungen. „Ich hatte Glück im Unglück“, wird Winterhoff später einmal sagen, denn die Hirnblutungen haben keine bleibenden Folgen. Dennoch hat Winterhoff nicht nur Glück.

Während seines Krankenhausaufenthalts breitet sich in seinem Körper ein Keim aus. Gerade entlassen, liefert sich Winterhoff mit „unmenschlichen Kopfschmerzen“ wieder selber ein. Es wird ein Leidensweg, mit insgesamt 171 Krankenhaustagen. Der junge Mann mit dem sympathischen Lächeln verliert zunächst ein Drittel seines Körpergewichts, wird dann aufgeschwemmt durch Kortison. Auch die Mediziner kommen an ihre Grenzen – die Situation ist lebensbedrohlich. Doch die Geschichte hat ein Happy End, das sich für Yannick Winterhoff am 14. Juli 2019 erfüllt. Um 10.15 Uhr, gut 14 Monate nach seinem Unfall, taucht er als Starter des Sparda-Münster-City-Triathlons über die olympische Disziplin ins Hafenbecken. Es ist das Ergebnis von großem Willen und für ihn, wie er sagt, „das Ende einer langen Reise“.

Tägliches Training

Yannick Winterhoff redet eigentlich nicht gerne über seine Leidenszeit. Seinen Fokus möchte er nach vorne richten. Schon im Krankenhaus habe er das gemacht, sagt er und präzisiert: „Ich habe versucht, immer positiv zu sein. Nicht zuletzt, weil ich das auch Freunden und Familie schuldig war, die sich immer um mich gekümmert haben.“ Wenn­gleich Winterhoff einräumt, dass ihn der eine oder andere schon für verrückt erklärt habe, als er damals das Ziel formulierte, beim Triathlon starten zu wollen.

Impressionen vom Sparda-Münster-City-Triathlon 2019

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Als Winterhoff um die Nikolauszeit 2018 Krankenhaus- und Reha-Aufenthalte hinter sich hat, ist aus einem sportlichen jungen Mann jemand geworden, der „bei null anfangen muss“, wie er selbst sagt. „50 Meter Kraulen, einen Kilometer laufen, so habe ich angefangen“, erinnert sich Winterhoff. Doch der Münsteraner zeigt Willen, trainiert jeden Tag. Freunde unterstützen ihn, denn nicht immer sei es einfach gewesen, sich Tag für Tag neu zu motivieren. Doch der Sport trainiert nicht nur seinen Körper, „er hat mir auch geholfen, in den Alltag zurückzukehren“.

Wiedereinstieg in Lehrerberuf 

Niemand, der Yannick Winterhoff am Sonntagmorgen kurz vor dem Start am Hafenbecken sieht, ahnt wohl, welche Zeit dieser Modellathlet hinter sich hat. Winterhoff jedoch gesteht: „Ich bin nervös.“ Monatelang hat er für dieses Rennen geschuftet – gelebt. Einfach, um wieder so richtig zurück zu sein, denn: „Sport war und wird immer ein Teil meines Lebens bleiben“, sagt Winterhoff.

Nach dem Triathlon allerdings will er seinen Fokus erstmal auf den Wiedereinstieg in den Lehrerberuf legen. Denn, und das ist vielleicht die schönste Botschaft: Winterhoff, ein Mann, der sich selber neu kennenlernen musste, wird nach den Sommerferien wieder junge Menschen unterrichten. Seinen persönlichen Frieden hat er, mehr als ein Jahr nach dem Katholikentag, dann längst wieder gefunden.  

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