Luftqualität in Münster
Grenzwerte an Messstationen erstmals unterschritten

Münster -

Bei der Luftreinhaltung geht es in Münster voran: Dies zeigen die vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz veröffentlichten EU-Kenngrößen zur Luftqualität in den nordrhein-westfälischen Kommunen für das Jahr 2017. Erstmals seit der Aufstellung des Luftreinhalteplanes im Jahr 2009 werden die Immissionsgrenzwerte in Münster an allen Luftmessstationen unterschritten, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung.

Mittwoch, 21.03.2018, 17:03 Uhr

Foto: dpa (Symbolfoto)

Am „Bült“ ist für Stickstoffdioxid im Jahr 2017 ein Mittelwert von 39 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft festgestellt worden. Damit liege die letzte Messstation mit schwierigen Rahmenbedingungen unter dem Jahresgrenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

An den weiteren Verkehrs-Messstellen „Weseler Straße“ und „Steinfurter Straße“ wird der Grenzwert für Stickstoffdioxid nach Angaben der Stadt schon länger eingehalten. Eine Überschreitung des Grenzwertes für Feinstaub ist demnach letztmalig 2008 an der Weseler Straße aufgetreten. „Diese gute Nachricht ist das Ergebnis der engagierten Maßnahmen der Stadt Münster in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken“, freut sich Stadtrat Matthias Peck.  

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Foto: Stadt Münster

Die Maßnahmen des ersten Luftreinhalteplanes 2009 hatten an den Stationen „Weseler Straße“ und „Steinfurter Straße“ früh Wirkung gezeigt. Die Situation am Bült ist schwierig, heißt es weiter: Das Verkehrsaufkommen ist hoch, der Anteil des Busverkehrs groß und die enge Straßenschlucht führt dazu, dass Luftschadstoffe sich konzentrieren.

Stadt und Bezirksregierung reagierten mit einer Verschärfung der Umweltzonen-Regelung von gelb auf grün: Seit dem Jahr 2015 dürfen nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette einfahren.

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