„Steppke“-Theatertage mit „Im Wald . . .“ eröffnet
Das Staunen groß – die Münder offen

Münster -

Noch verstöpseln sie ihre Ohren nicht, um sich an Musik zu berauschen, noch verblenden sie sich nicht mit handlichen Leuchtgeräten, die sie die Welt vergessen lassen. Noch wollen sie die Welt mit allen Sinnen. Und staunen mit offenen Mündern fast eine halbe Stunde lang. Das muss eine Wagner-Oper erst mal schaffen. Das Theater Pinkopallino hat es geschafft.

Mittwoch, 15.05.2019, 19:10 Uhr
Wilfried Plein, Alice Cerrato und Antonio Rusciano (v.l.) stellten ihr Tanzstück „Im Wald“ vor. Foto: Gerhard H. Kock

Theater Pinkopallino eröffnet die Kindertheatertage „Steppke“

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  • Theater Pinkopallino eröffnet die Kindertheatertage „Steppke“ Foto: Gerhard H. Kock
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Mit der Uraufführung des Tanzstücks „Im Wald“ wurden Mittwoch in der Meerwiese die ersten „Steppke“-Kindertheatertage eröffnet. Das knapp halbstündige, sanfte, sorgfältig einfache Spiel fasziniert Groß wie Klein. Alice Cerrato und Antonio Rusciano (Tänzer des ehemaligen Tanzensembles von Daniel Goldin in Münster) sowie Puppenspieler Wilfried Plein vermitteln anhand des Wandels der Jahreszeiten das Staunen über das Kleine, das nie selbstverständlich ist, doch vom Lauf des Lebens allzu oft weggeflutet wird.

Von der Spieluhr lässt der Puppenspieler zärtlich „ Send In The Clowns“ erklingen; das sich umarmende Paar dreht sich; das Spiel kann beginnen. Und lässt einen nicht mehr los. Ein Eichhörnchen schnalzt keck, holt sich die Aufmerksamkeit und hüpft an der Puppentheater-Kante entlang, bis der Mann am Ende der Stäbe sichtbar wird. Theater ist Theater, ist schöner Schein mit eigener Realität; die Allerkleinsten werden darin nicht getäuscht, das macht die Begegnung zwischen den Allerjüngsten und diesem Theater so echt, so nah, so verbindend. Denn auch ohne Budenzauber und Reizüberflutung wirkt die Bühnenpoesie. Wie Alice Cerrato Blätter, Federn, Seifenblasen verwirbelt und umtanzt, ist zart und kraftvoll. Wie Antonio Rusciano sich freut und staunt, ist ansteckend. Wie Wilfried Plein großväterlich gelassen für Töne sorgt, verströmt Ruhe, stärkt Aufmerksamkeit. Die scheinbar simplen Aktionen wirken nie albern oder oberflächlich. Weil die drei ihr Spiel ernst nehmen, wissen, was Wirklichkeit wirklich ist, und was sie Kindern jeden Alters bedeuten kann.

Am Ende dreht Plein noch einmal die Spieluhr mit „Send In The Clowns“ und stupst das sich umarmende Paar an. Es wird zum Karussell. Stille. Die Kleinen schließen ihren Mund und dürfen die Bühne erleben.

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Die Kindertheatertage „Steppke“ dauern bis Sonntag (19. Mai). | www.stadt-muenster.de/  meerwiese

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