„Kappe App“ lädt zur alternativen Karnevalssitzung auf die Deele bei Lappe
„Dranbleiben“ lautet die Devise

Münster -

Es gibt sieben Todsünden, Weltwunder und Zwerge. In Münster gibt es 2019 sieben Appe Kappen. Denn durch das Ausscheiden zweier lang gedienter Mitspieler hat sich das Ensemble des traditionsreichen närrischen Unternehmens „Kappe App“ verkleinert. Trotzdem lautet die Devise „Dranbleiben“. Und so ist auch das Motto der nächsten Session.

Donnerstag, 20.12.2018, 22:56 Uhr aktualisiert: 25.12.2018, 14:48 Uhr
Die sieben verbliebenen „Appen Kappen“ (v.l.): Gabriele Brüning, Kornelia Kabbaj, Björn Schimpf, Michael Tumbrinck, Matthias Menne, Michael Holz und Marcello Lang präsentieren ein Programm mit dem Titel „Dranbleiben“. Foto: Appen Kappen

Voriges Jahr wurde Silbernes Jubiläum gefeiert. Das nahmen zwei alte Kämpen des alternativen Karnevals zum Anlass, danach dieses Kapitel ihres Lebens zu schließen: Für Manni Kehr und Uli Sprenger war 2018 die letzte Saison. Gabriele Brüning hat eine Weile überlegt, ob es mit „Kappe App“ weitergehen kann. Die langjährige Regisseurin und ihr Ensemble haben sich dafür entschieden: „Dranbleiben“ halt.

Das Motto soll auf das Zeitgeschehen angewandt werden. Als ein Thema hat Brüning bereits die Technik-Hörigkeit und ihre App-Opfer im Kopf. Ob Roboter im Kundenkontakt oder als Sexualpartner – es soll nach Therapien gesucht werden. An einem Handy-Verteidigungskursus gegen Handy-Zombies wird gewerkelt, und im Fokus steht zudem die neuste Trend-Gruppe, die Frugalisten, das sind Bescheidenheitsfanatiker.

„Und die Lokalpolitik wird natürlich auch wieder aufs Korn genommen“, verspricht Brüning. Themen gebe es ja genug: Das Preußen-Stadion sei eh ein Dauerbrenner, hinzu kämen Musik-Campus, Fahrradwege und der Hafen. Die junge rebellische Tradition, auch am Wochenende nach Aschermittwoch, an dem ja bekanntlich alles vorbei sein soll, noch närrisch zu sein, wird beibehalten. Bei Kappe App 2019 wirken mit: Gabriele Brüning, Cornelia Kabbaj, Björn Schimpf, Michael Tumbrinck, Matthias Menne, Michael Holz und Marcello Lang plus Sascha Oeing und David Rebel als Band.

Die alternative Karnevalssitzung wurde 1994 aus der Taufe gehoben. Das Motto der „1. Münsteraner Stunksitzung“ zu Altweiberfastnacht im Jovel lautete damals „Die Provinz tobt – Kappe app“. Es folgte der Umzug in die Kulturschiene (ehemaliges Sexkino und späterer Tanzsaal) im Hauptbahnhof. 2015 zog Kappe App schließlich von der Kulturschiene, die wegen das Bahnhofneubaus abgerissen worden war, auf die Deele zu Lappe um.

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Vorstellungen bei Lappe, Nieberdingstraße 12, sind am 22. und 23. Februar sowie am 1., 2., 3., 8. und 9. März. Beginn ist 20 Uhr, an den Sonntagen um 18 Uhr. Karten gibt es im WN-Ticket-Shop am Prinzipalmarkt, unter ' 690 49 33 oder online.  | kappe-app.de

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