Franz-Hitze-Haus zeigt Hans Christian Krass und Günter Malchow
Begegnung der Dimensionen

Münster -

Die Gemeinsamkeiten sind augenfällig. In „Konstruktiv. Räumlich. Konkret.“ haben sich zwei vielleicht nicht gesucht, aber auf jeden Fall gefunden. Beide stammen gebürtig aus Coesfeld. Falls es den Zufall gibt, war es ein solcher, der diese beiden Coesfelder das gleiche Faible fürs Ordentliche, für die Struktur, für das Raster mitgegeben hat: Hans Christian Krass und Günter Malchow sind Geistesverwandte im Sehen und Erleben.

Donnerstag, 06.12.2018, 23:41 Uhr aktualisiert: 07.12.2018, 00:00 Uhr
Zwei gebürtige Coesfelder treffen sich nach Jahrzehnten mit ihren Arbeiten in Münsters Akademie Franz-Hitze-Haus wieder: der Maler Günter Malchow (l.) und der Fotograf Hans Christian Krass (r.). Beide befassen sich mit Strukturen. Foto: Gerhard H. Kock

Die Gemeinsamkeiten sind augenfällig. In „Konstruktiv. Räumlich. Konkret.“ haben sich zwei vielleicht nicht gesucht, aber auf jeden Fall gefunden. Beide stammen gebürtig aus Coesfeld. Falls es den Zufall gibt, war es ein solcher, der diese beiden Coesfelder das gleiche Faible fürs Ordentliche, für die Struktur, für das Raster mitgegeben hat: Hans Christian Krass und Günter Malchow sind Geistesverwandte im Sehen und Erleben. Aber beide nähern sich dem Muster aus unterschiedlichen Richtungen. Das macht die Spannung der Ausstellung in der Akademie Franz-Hitze-Haus aus.

Günter Malchow und H.C. Krass im Franz-Hitze-Haus

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  • P1030494.jpg Foto: Gerhard H. Kock
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Es sind geradezu gegenläufige intellektuelle und künstlerische Bewegungen, mit der sich die Malerei des einen und die Fotografie des anderen auf die Struktur-Muster zubewegen. Der Maler Malchow erzeugt auf seinem zweidimensionalen Medium, der Leinwand, eine dreidimensionale Wirkung von Struktur, während der Fotograf Krass vom dreidimensionalen Raum, der Architektur aus, auf die zweidimensionale Fläche des Papiers kommt.

Bei Günter Malchow, der heute in Münster lebt und arbeitet, bilden die Streifen, Linien, Flächen und Raster zum Teil ein scheinbar räumliches Gewebe, mal luzide, mal deckend. Darüber hinaus täusche man sich auch materiell nicht: Selbst die „Flachware“ Malerei hat eine dritte Dimension. Die Farbe selbst bildet ein Volumen, ein Gitter, bei Malchow meist hauchdünn, aber doch sorgsam aus Schichten gebildet. Diese malerische Entstehung wird bei genauer Beobachtung auch sichtbar.

Der Fotograf Hans Christian Krass, der in Berlin lebt und arbeitet, observiert Gebäude und urbane Räume nach ihrer Ordnung. Hier findet er (zumal in moderner Architektur) Streifen, Linien, Flächen und Raster, mal in der Konstruktion, mal in den Oberflächen, mal im Zusammenspiel mit der Umgebung. Es ist das Grafische im Spiel geometrischer Flächen aus den Händen der Architekten, was Krass mit seiner Kamera gestaltet.

Dieses Nebeneinander von Malchows Malerei und Krass’ Fotografie erhellt die Haltung beider und vertieft die Anschauung der jeweils anderen Position.

Zum Thema

Die Finissage ist am Donnerstag (13. Dezember) um 19 Uhr im Hitze-Haus, Kardinal-von-Galen-Weg 50. Die Ausstellung ist bis zum 17. Dezember zu sehen.

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