Bloch-Ensemble im Erbdrostenhof
Romantisch bis monumental

Münster -

Die Komponisten Ernest Bloch und Felix Weingartner lebten um die vorletzte Jahrhundertwende. Blochs ausdrucksstarker Kompositionsstil vermochte seine Schweizer Zeitgenossen anfangs nicht so zu überzeugen, doch in den USA fand er ein Publikum, das seinen fortschrittlichen Werken aufgeschlossen gegenüberstand.

Montag, 05.02.2018, 17:02 Uhr

Musizierten im Erbdrostenhof: (v. l.) Byol Kang (Violine), Boris Kusnezow (Klavier), Sarah Christian (Violine), Lena Eckels (Viola), Burak Marlali (Kontrabass) und Anastasia Kobekina (Violoncello)
Musizierten im Erbdrostenhof: (v. l.) Byol Kang (Violine), Boris Kusnezow (Klavier), Sarah Christian (Violine), Lena Eckels (Viola), Burak Marlali (Kontrabass) und Anastasia Kobekina (Violoncello) Foto: ukc

Das „ Bloch Ensemble“ mit Byol Kang und Sarah Christian (Violine), Lena Eckels (Viola), Anastasia Kobekina (Violoncello) und Boris Kusnezow (Klavier) spielte am Sonntagabend im ausverkauften Erbdrostenhof in der Reihe „Chapeau classique“ der Gesellschaft für westfälische Kulturarbeit (GWK) Blochs monumentales, in krassen impressionistischen Kontrasten gezeichnetes Klavierquintett Nr. 1. Deutlich romantischer war die zweite Konzerthälfte mit Weingartners „Sextett e-Moll op. 33 für Klavier, zwei Violinen, Viola, Violoncello und Kon-trabass“, in dem noch Bassist Burak Marlali dazustieß.

Die Karriere der Violinistin Lena Eckels ist eng mit der GWK verknüpft, war sie doch 2004 eine Förderpreisträgerin. Inzwischen ist sie Professorin an der Musikhochschule in Lübeck. Mit dem „Bloch Ensemble“ musizierte die ehemalige Detmolderin technisch und musikalisch präzise, sodass es schon zur Pause „Bravi“-Rufe gab. Mit Kraft und Leidenschaft durchmaßen die fünf Musiker den ins heftigste Fortissimo ragenden ersten Satz des Blochschen Werkes bis zur punktgenauen Generalpause kurz vor dem Ende. Sanft und lyrisch hingegen war der Beginn des zweiten Satzes.

Das wenig bekannte Sextett des Österreichers Felix Weingartner begann ebenso lyrisch, wenngleich bald Steigerungen über alle musikalischen Parameter folgten. Nie aber wurden die Grenzen der Tonalität überschritten. Rasende Pizzicati im zweiten Satz ließen den Atem stocken. Doch die jungen Musiker durchmaßen jede noch so große Herausforderung ohne Makel. Was für ein großer Abend!

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