Ensemble Artig im Pumpenhaus: „Fatum“
Wer lenkt das Leben?

Münster -

Das junge Ensemble Artig hat ein Faible für Klassiker der Weltliteratur und die großen Themen – erzählt sie aus eigener, frischer und überraschender Perspektive.

Donnerstag, 11.01.2018, 23:01 Uhr

Wer drückt die Knöpfe, die über das Leben jedes Einzelnen entscheidet? Das fragt das Ensemble Artig.
Wer drückt die Knöpfe, die über das Leben jedes Einzelnen entscheidet? Das fragt das Ensemble Artig. Foto: Franca Porsch

Das junge Ensemble Artig hat ein Faible für Klassiker der Weltliteratur und die großen Themen – erzählt sie aus eigener, frischer und überraschender Perspektive. In „Fatum“ (17., 18. und 19. Januar) beschäftigen sich die Spielerinnen der Marienschule jetzt mit Fragen von Schicksal und Zufall. Und verfolgen Lebenswege über einen Zeitraum von 60 Jahren.

Meistens glauben Menschen, Herrin oder Herr ihrer Entscheidungen zu sein, die Geschicke selbst lenken zu können. Was aber, wenn der Zufall unerwartet ins Steuer greift? Dann gerät schnell aus den Fugen, was sicher schien. Dann droht Menschen, den Boden unter den Füßen zu verlieren. In „Fatum“ will „Artig“ den Abstand zwischen dem vermessen, was man will, und dem, was man tut. Sowie dem, was einfach so geschieht.

Was tut der Mensch, wenn er spürt, dass sein Leben anders hätte verlaufen können, – wenn es nur diesen einen Zufall nicht gegeben hätte? Mit dieser Frage befasst sich das Ensemble der Marienschule in seiner neuen Produktion „Fatum“. Scheinbar ist es Willkür, was den Lebenskompass der Figuren über einen Zeitraum von 60 Jahren mal in diese, mal in jene Richtung ausschlagen lässt. Carola, Gunda und die anderen beobachten, wie ihr eigenes Dasein hätte verlaufen können. Wie viel besser. Wie viel schlechter. In „Fatum“ lassen zwölf Darstellerinnen Lebenswege sich kreuzen, parallel laufen oder sich gehörig abstoßen. Gespiegelt wird darin das wohlbekannte Chaos aus Liebe und Angst, Poesie und Neurose, Erinnern und Vergessen.

In den vergangenen Jahren haben die Spielerinnen unter anderem Büchners „Woyzeck“ aus der Perspektive der gepeinigten Marie neu befragt; das Märchen von „Alice im Wunderland“ zum doppelbödigen Psycho-Spiel umgedeutet oder den antiken Mythos vom feuerraubenden Prometheus aus einer Gegenwart der Kriege und Krisen heraus beleuchtet, heißt es in einer Pressemitteilung.

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Vorstellungen sind von Mittwoch bis Freitag (17. bis 19. Januar) um 20 Uhr im Pumpenhaus, Gartenstraße 123. Karten (12 / 7 Euro): ' 233443.

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