Kein Spaß für Wacken-Fans
„Mopo“ aus Finnland bei Jazz Inbetween: Drei junge Wilde zeigen, wie es geht

Münster -

Die Pose passt: Ihre blonden Haare schüttelnd lässt Linda Fredriksson ihr Bariton-Saxofon wild brüllen, was die Lunge hergibt. Immer wieder das gleiche monotone Röhren, brachial und kraftstrotzend klingt das – ist aber nicht ernst gemeint. 

Montag, 08.01.2018, 17:01 Uhr

Linda Fredriksson von der finnischen Band Mopo kann es auch mit zwei Saxofonen.
Linda Fredriksson von der finnischen Band Mopo kann es auch mit zwei Saxofonen. Foto: Gunnar A. Pier

„Heavy Metal“ heißt das Stück, mit dem das finnische Jazztrios „Mopo“ in wenigen Minuten die Attitüde einer großen Musikgattung persifliert. Bei den Fans des Wacken Open Air Festivals würden diese drei jungen Wilden damit kaum bestehen, dafür aber beim Publikum von Jazz Inbetween am Sonntagabend im randvollen Theater Münster . Das mag so trockenen, schrägen Humor.

Das Augenzwinkern begleitet viele Kompositionen des finnischen Kollektivs, das an diesem Abend das kürzeste, aber bemerkenswerteste Konzert spielt. Wenn etwa Eero Tikkanen mit seinem Bass das vom Saxofon vorgeseufzte Balladenmotiv weiter brummt, ist das einfach zum Schmunzeln, zumal Eeti Nieminen allen Schwermut wegtrommelt. Übersetzt heißt die Schnulze: „Ich werde dich niemals vergessen“. Unvergesslich zumindest bleibt dieser Auftritt. Der Punk der 1970er Jahre habe sie inspiriert, sagen die „Mopo“-Musiker über sich. Das schlägt sich weniger in ungezügelten Improvisationen nieder als in purer Energie, mit der das Trio um Frontfrau Fredriksson verschmitzt interagiert.

"Jazz inbetween" 2018 im Theater Münster

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    Das Finale bestritt das Vadim Neselovskyi Trio (Vadim Neselovskyi/Piano, Dan Loomis/Bass, Ronen Itzik/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Projekt Eric Schaefer "Ticket to Osaka" eröffnete das Konzert "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die Karten für das Konzert waren wieder innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der künstlerische Leiter Fritz Schmücker

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ulrike Haage (Eric Schaefer "Ticket to Osaka") beim Konzert "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ulrike Haage (Eric Schaefer "Ticket to Osaka") beim Konzert "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der künstlerische Leiter Fritz Schmücker

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Oliver Potratz (Eric Schaefer "Ticket to Osaka") beim Konzert "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster

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  • Eric Schaefer (Eric Schaefer "Ticket to Osaka") beim Konzert "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster

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  • Kazutoki Umezu (Eric Schaefer "Ticket to Osaka") beim Konzert "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster

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  • Ulrike Haage, Kazutoki Umezu, Oliver Potratz und Eric Schaefer (Eric Schaefer "Ticket to Osaka") beim Konzert "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Eric Schaefer (Eric Schaefer "Ticket to Osaka") beim Konzert "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Die finnische Band Mopo (Linda Fredriksson/Saxofon, Eero Tikkanen/Bass, Eeti Nieminen/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münste.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die finnische Band Mopo (Linda Fredriksson/Saxofon, Eero Tikkanen/Bass, Eeti Nieminen/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münste.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die finnische Band Mopo (Linda Fredriksson/Saxofon, Eero Tikkanen/Bass, Eeti Nieminen/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münste.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die finnische Band Mopo (Linda Fredriksson/Saxofon, Eero Tikkanen/Bass, Eeti Nieminen/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münste.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die finnische Band Mopo (Linda Fredriksson/Saxofon, Eero Tikkanen/Bass, Eeti Nieminen/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münste.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die finnische Band Mopo (Linda Fredriksson/Saxofon, Eero Tikkanen/Bass, Eeti Nieminen/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münste.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die finnische Band Mopo (Linda Fredriksson/Saxofon, Eero Tikkanen/Bass, Eeti Nieminen/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münste.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die finnische Band Mopo (Linda Fredriksson/Saxofon, Eero Tikkanen/Bass, Eeti Nieminen/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münste.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die finnische Band Mopo (Linda Fredriksson/Saxofon, Eero Tikkanen/Bass, Eeti Nieminen/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münste.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die finnische Band Mopo (Linda Fredriksson/Saxofon, Eero Tikkanen/Bass, Eeti Nieminen/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münste.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die finnische Band Mopo (Linda Fredriksson/Saxofon, Eero Tikkanen/Bass, Eeti Nieminen/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münste.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die finnische Band Mopo (Linda Fredriksson/Saxofon, Eero Tikkanen/Bass, Eeti Nieminen/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münste.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die finnische Band Mopo (Linda Fredriksson/Saxofon, Eero Tikkanen/Bass, Eeti Nieminen/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münste.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die finnische Band Mopo (Linda Fredriksson/Saxofon, Eero Tikkanen/Bass, Eeti Nieminen/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münste.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Vadim Neselovskyi Trio (Vadim Neselovskyi/Piano, Dan Loomis/Bass, Ronen Itzik/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Vadim Neselovskyi Trio (Vadim Neselovskyi/Piano, Dan Loomis/Bass, Ronen Itzik/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Vadim Neselovskyi Trio (Vadim Neselovskyi/Piano, Dan Loomis/Bass, Ronen Itzik/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Vadim Neselovskyi Trio (Vadim Neselovskyi/Piano, Dan Loomis/Bass, Ronen Itzik/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Vadim Neselovskyi Trio (Vadim Neselovskyi/Piano, Dan Loomis/Bass, Ronen Itzik/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Vadim Neselovskyi Trio (Vadim Neselovskyi/Piano, Dan Loomis/Bass, Ronen Itzik/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Vadim Neselovskyi Trio (Vadim Neselovskyi/Piano, Dan Loomis/Bass, Ronen Itzik/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Vadim Neselovskyi Trio (Vadim Neselovskyi/Piano, Dan Loomis/Bass, Ronen Itzik/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Vadim Neselovskyi Trio (Vadim Neselovskyi/Piano, Dan Loomis/Bass, Ronen Itzik/Schlagzeug) beim "Jazz inbetween" am 7. Januar 2018 im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier

Genau dieses kreative Miteinander ist es, das dem ex­trovertierten Pianisten Vadim Neselowski fehlt. Dass der gebürtige Ukrainer ein bewundernswertes Talent hat, die Grenzen zwischen Klassik und Jazz verschwinden zu lassen, macht er gleich zu Beginn seines Konzerts mit einer atemberaubenden Reise von Bach über Beethoven und Debussy bis zu Strawinsky deutlich. Sein Talent stellt der flinke und facettenreiche Pianist Takt für Takt unter Beweis – und nimmt damit seinem Trio die Luft für eigene Kreativität: Drummer Ronen Itzik und Bassist Ron Loomis müssen sich als Begleiter begnügen. Bei aller Virtuosität bleibt der Auftritt so eindimensional.

Wie anders sich Kreativität entfalten kann, erlebt das Publikum zu Beginn beim Projekt „Ticket to Osaka“ des Schlagzeugers Eric Schaefer. Zusammen mit dem japanischen Klarinettisten Kazutoki Umezu, der Pianistin Ulrike Haage und Oliver Potratz am Bass widmet er sich der japanischen Kultur. Das führt überraschend nicht in einen fernöstlichen Klangkosmos, sondern klingt in den konzentrierten, symbiotischen und kontemplativen Arrangements vertrauter als erwartet. Die sitzen bei dieser Premiere nicht hundertprozentig, bestechen aber durch ihre poetische Ausstrahlung.

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