Die Jazzpoeten im Hot Jazz Club
Mal so richtig eingeheizt

Münster -

Als die Jazzpoeten XXL am Samstagabend um 21 Uhr den Backstagebereich des Hot Jazz Clubs verließen, sahen sie sich gleich mit der ersten großen Herausforderung des Abends konfrontiert: Wie sollen sie zur Bühne gelangen? Offensichtlich haben sich die Jazzpoeten um Sängerin Mano Kösters in Münster mit ihrem Stilmix, der augenzwinkernd an den Genregrenzen zwischen Chanson, Jazz, Kabarett und Unterhaltung rüttelt, über die Jahre einen so guten Ruf erspielt, dass sich selbst am Abend vor der großen Silvestersause nur wenige ihrer treuen Fans den Auftritt der XXL-Version entgehen lassen wollten. Und so bahnten sich elf Musiker im Gänsemarsch den Weg durch die Menschenmassen, um sich auf der für eine Big Band nicht eben üppig dimensionierten Bühne ein Plätzchen zu suchen.

Dienstag, 02.01.2018, 06:01 Uhr

Die Jazzpoeten auf der kleinen Bühne
Die Jazzpoeten auf der kleinen Bühne Foto: Herkenrath

Nachdem Sängerin Mano Kösters ihr Publikum begrüßt hatte, ging es zur Sache – und wie! In bester Swing-Manier intonierte das Ensemble die vom Pianisten Volker Rasch für Big Band arrangierten Songs der Jazzpoeten. Das ging direkt ins Tanzbein, und wäre der Platz durch die vielen Fans nicht so arg begrenzt gewesen, hätte der eine oder andere gewiss einen passenden Lindy Hop aufs Parkett gelegt.

Intelligente deutsche Texte, die sich selbst nicht zu wichtig nehmen, ohne dabei in Belanglosigkeit abzugleiten, sind ein Markenzeichen der Jazzpoeten. In der XXL- Version klingen sie wie der Feder eines Benny Goodman oder eines Glenn Miller entsprungen. Woran die hervorragenden Instrumentalisten einen wesentlichen Anteil hatten. Neben den Original-Jazzpoeten Mano Kösters, Volker Rasche und dem nach Bedarf swingenden und groovenden Kontrabassisten des Ensembles, Jan Kobrzinowski, standen Christoph Steiner, Gitarre, Aaron Schrade, Schlagzeug, Guido Wellers und Sandra Horn, Trompete und Flügelhorn, Wolfgang Surrey, Philip Sauer und Jörg Läge, Saxofon, Klarinette und Flöte, sowie der Posaunist Frank Fischer auf der Bühne, um dem Publikum mit großartigen Sätzen und virtuosen Soli so richtig einzuheizen. Das Ergebnis: ein rundum gelungener, begeisternder musikalischer Jahresabschluss, der nur eine Frage offenließ: Ist eine solch gelungene Veranstaltung an Silvester noch zu toppen?

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