Kunst soll zum Nachdenken anregen
„Zweifel“ in der Erphokirche

Münster -

Zweifel kann etwas positives sein. Wenn zum Beispiel eine Erkenntnis oder überhaupt eine kritische Reflexion das Ergebnis ist. Damit ließe sich weiterdenken. Positiv sehen die Macher der neuen Ausstellung „Zweifel“ aus der Pfarrgemeinde Neu St. Mauritz und der KAB ihr Thema.

Freitag, 07.03.2014, 16:03 Uhr

Organisation und mehrere Beiträge kommen vom Team, das sich hier um eine Installation von Andrea Lutterbüse (2.v.l.) versammelt hat. Der Titel ihres Werkes lautet „Zweifel säen“.
Organisation und mehrere Beiträge kommen vom Team, das sich hier um eine Installation von Andrea Lutterbüse (2.v.l.) versammelt hat. Der Titel ihres Werkes lautet „Zweifel säen“. Foto: klm

Alle zwei Jahre wird in der Erphokirche eine Ausstellung mit Leitmotiv gezeigt – auch jetzt, da Erpho/Heilig Edith Stein mit St. Mauritz fusioniert sind. „Wir haben uns gefragt, was die Menschen beschäftigt und was uns beschäftigt. Da gab es sehr viel“, sagt Ludger Harhues aus dem Organisationsteam zu den Vorbereitungen.

Eineinhalb Jahre lang habe die Gruppe Ideen und Beiträge gesammelt, so Ortrud Harhues. Am morgigen Sonntag (9. März) findet ab 11 Uhr die Vernissage an der Ostmarkstraße statt.

Malereien, Fotoarbeiten sowie einige Skulpturen und Installationen sollen den „Zweifel“ nähren. „Es geht gar nicht mal immer um Glaubenszweifel. Es kann auch Zweifel an Dingen sein, die uns im Alltag begegnen. Oder Selbstzweifel“, erklärt Ludger Harhues. Sie könnten Verzweiflung und Traurigkeit bedeuten, allerdings auch Weiterentwicklung und starke Impulse für das persönliche Leben, erläutert das Ehepaar gemeinsam.

Die rund 60 Beiträge stammen zum Teil von bekannten Künstlern – zwischen dem hinteren Kirchenschiff und der kleinen Kapelle vorne finden sich Werke etwa von Hermann Kassel aus Mechernich, von Professor Jochen Stücke aus Krefeld und auch von Münsteranern wie Hans-Joachim Hugenroth. Kreative aus dem Münsterland sind vertreten und einige Amateur-Künstler, zudem sechs der sieben Organisatoren. Entstanden ist eine Kombination von Professionellem und Privatem, wie die Gruppe erklärt.

Die Eröffnungsrede am Sonntag hält der Theologe und Philosoph Dr. Martin Thomé aus Bonn. Zu sehen ist die Ausstellung dann bis zum 27. April, täglich von 15 bis 17 Uhr (Ansprechpartner Andreas Goedereis), der Eintritt ist frei.

In einem Begleitkatalog findet sich auch Essays zum Ausstellungsthema von Thomé und von Gemeindepfarrer Andreas Fink.

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