Wissenswertes zu Bewerbungen um einen Studienplatz
„Nicht bis zur letzten Woche warten“

Tecklenburger Land -

Abi in der Tasche und nun ? Viele Abiturienten wollen nach dem Sommer ein Studium beginnen. Wir haben uns daher mal bei Pressesprecher Norbert Robers (Uni Münster) zu den wichtigsten Fragen schlaugemacht.

Sonntag, 02.07.2017, 07:07 Uhr

An den Universitäten geht es nach den Sommerferien für viele junge Leute mit dem Studium los.
An den Universitäten geht es nach den Sommerferien für viele junge Leute mit dem Studium los. Foto: kasto/stock.adobe.com

Von wann bis wann läuft die Bewerbungsfrist ?

Die Bewerbungsfrist für zulassungsbeschränkte Bachelor- und Masterstudiengänge läuft schon, sagt Norbert Robers , und zwar ziemlich genau seit dem 15. Mai. Bis zum 15, Juli können sich Abiturienten noch auf einen Platz bewerben.

Wann werden die Studienplatzzusagen verschickt ?

„Das ist nicht so einfach zu beantworten“, sagt Robers. Geplant sei es, alle Bachelorzulassungen bis zum 7. August zu verschicken. „Die Entscheidung, wann die Masterzulassungen verschickt werden können, hängt unter anderem davon ab, wann die Fachbereiche die Entscheidung treffen, wer zugelassen werden soll.“ Vermutlich werde aber die Mehrzahl der Bescheid ab dem 10. August verschickt werden.

Sechs Fakten über das Studentenleben

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    Das Studentenleben ist längst nicht mehr so entspannt wie es vielleicht einmal war. Überfüllte Hörsäle, teure Mieten und kaum Zeit für Freizeitaktivitäten - so sieht für viele das Studium 2016 aus. Sechs Fakten über das Studentenleben heutzutage:

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  • Es werden immer mehr:

    Etwa 2,8 Millionen Studenten studieren im Wintersemester 2016/17, überwiegend an den rund 240 Hochschulen in staatlicher Trägerschaft - Tendenz steigend. Seit Jahren strömen jeweils 500 000 Erstsemester an die Unis, darunter immer mehr Ausländer, für die Deutschland ein attraktiver Hochschulstandort ist.

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  • Eine 40-Stunden-Arbeitswoche reicht nicht: 

    Studenten wenden in Deutschland im Schnitt 35 Wochenstunden für Vorlesungen, Seminare, Hausarbeiten und Recherchen an ihrer Uni auf, hinzu kommen etwa sieben Stunden für Nebenjobs. Gut jeder Fünfte muss neben der Hochschule so viel arbeiten, dass er „faktisch Teilzeit“ studiert.

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  • BAföG hilft nicht mal einem Viertel:

    Knapp drei Milliarden Euro ließ sich Vater Staat die Ausbildungsförderung im Vorjahr kosten. Damit wurden nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes 611 000 Studierende gefördert - vor vier Jahren waren es 60 000 mehr. Mit der zum Wintersemester umgesetzten Bafög-Reform wird nun manches besser: Es gibt mehr Geld und der Kreis der Geförderten soll um 110 000 wachsen.

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  • Schuldenmachen ist unbeliebt:

    Trotz steigender Studentenzahlen werden immer weniger Studienkredite in Anspruch genommen. Studenten, die auf Zuschüsse angewiesen sind, suchen sich eher einen Nebenjob, als einen Kredit aufzunehmen. Auf Stipendien kann nur ein kleiner Teil zurückgreifen.

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  • Studentenwohnungen werden zum Luxusgut:

    In Berlin müssen Studenten inzwischen 37% mehr Miete zahlen als vor sechs Jahren. In anderen Städten sieht es ähnlich aus. Besonders in den typischen Studentenstädten muss man sich auf eine lange Suche nach einer bezahlbaren Unterkunft gefasst machen.  

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  • Studenten-Stress steigt:

    Überfüllte Hörsäle und zu viel Lernstoff überfordern viele Studenten. Dabei gibt es nicht nur geschlechterspezifische Unterschiede sondern auch zwischen den Studienfächern und den verschiedenen Hochschulen. 

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Wie viele Studierende werden voraussichtlich nach dem Sommer beginnen?

„Wie in den vergangenen Jahren auch zwischen 8000 und 10 000“, schätzt Robers. Darunter die „klassischen Erstsemester“ als größte Gruppe, die neuen Master-Studenten und die Hochschulwechsler.

Zum Thema

Was früher die ZVS war, heißt heute Stiftung für Hochschulzulassung. Ihr Bewerbungs- und Informationsportal vergibt im Auftrag der Bundesländer zentral die Studienplätze für folgende Studiengänge vergeben: Medizin, Tiermedizin, Zahnmedizin und Pharmazie. Nach Abzug einer Vorabquote werden vergeben: 20 Prozent der Plätze an die Abiturbesten und 20 Prozent an Bewerber nach der angesammelten Wartezeit. 60 Prozent der Studienplätze werden von den Hochschulen nach dem Ergebnis eines hochschuleigenen Auswahlverfahrens vergeben.

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Welche Fächer sind am stärksten nachgefragt ?

„Das kann für dieses Jahr noch nicht beantwortet werden“, so Robers. Der Pressesprecher der Uni in Münster vermute aber, dass es sich um Rechtswissenschaft, Psychologie, Kommunikationswissenschaft und Betriebswirtschaftslehre handeln dürfte.

Welcher Fächer haben in den vergangenen Jahren den stärksten „Run“ erlebt ?

Da ist Robers ganz deutlich: „Psychologie, Betriebswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft und Kommunikationswissenschaft.“

Ratschläge an Studienplatzbewerber ?

Aber Hallo. „Sobald das Abitur vorliegt, sollten sich Studieninteressierte bewerben und nicht bis zur letzten Woche damit warten“, rät Norbert Robers. „Sollten dann noch Unklarheiten beim Bewerbungsprozess oder bei der Art der einzureichenden Unterlagen ausgeräumt werden müssen, bleibt uns noch etwas Zeit, um die Fragen der Bewerber zu beantworten“, so der Sprecher der Uni Münster weiter.

Ihrer wahren Wesensbestimmung nach ist die Wissenschaft das Studium der Schönheit der Welt.

Simone Weil (1909 bis 1943), französische Philosophin
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