Vortragsreihe „WN-Wissensimpulse“ mit Gereon Jörn
Selbstlob stinkt nicht

Münster -

Selbstlob stinkt. Das sagt zumindest eine Redewendung. „Potenzialwecker“ Gereon Jörn ist da anderer Meinung. Warum? Das hat er am Montagabend bei den „Wissensimpulsen“ im Cloud-Forum am Germania-Campus erklärt.

Dienstag, 17.09.2019, 23:00 Uhr
Das Selbstwertgefühl steigern: Dafür gab Gereon Jörn (r.) bei seinem Vortrag im Rahmen der Wissensimpulse wertvolle Anregungen. Foto: Hubertus Kost

Sich selbst loben – sollte man das wirklich tun? Ganz deutlich „Ja“ sagt Gereon Jörn . „Denn wer sich selbst kritisieren kann, der darf sich auch selbst loben.“ Nicht übertrieben, sondern ganz natürlich. Kritisiert werde zu viel, gelobt dagegen zu wenig. Ganz wichtig: „Selbstlob steigert das Selbstwertgefühl.“ Und dieses ganz natürliche Gefühl müssten wir alle wieder weiterentwickeln, betonte der Referent, der als „Potenzialwecker“ bekannt ist, am Montagabend in der Veranstaltung „Wissensimpulse“ im voll besetzten Cloud-Forum am Germania-Campus.

„Nein sagen können“ gehört zu den Kernbotschaften, die Gereon Jörn in seinem Vortrag „Stärke Dein Selbst“ vermittelt. Das „Nein“ müsse positiv rüberkommen und sei dann auch keineswegs unhöflich gemeint, sondern diene dazu, sich selbst mehr zu schätzen. Hört sich einfach an, ist es aber in der Realität nicht. Denn: „Wir sagen viel zu oft Ja, wenn wir Nein meinen.“ Wird diese Aussage in einen größeren Rahmen gestellt, dann bedeutet das: Wir trauen uns nicht, unsere Meinung zu sagen. Gereon Jörn sagt: „Wir machen unseren Selbstwert zu sehr von unserem Umfeld abhängig“, und er ergänzt dazu: „Worüber denken die meisten Menschen nach? Was andere über sie denken.“

Das erzeuge negative Einstellungen. Man habe oft das Gefühl, dass „wir nicht mehr gut drauf sein dürfen“. Viele Menschen sagten nur, was sie nicht können, betont der Referent, „und sie finden nur Gründe dafür, warum etwas nicht funktioniert“.

Hinzu komme die seit Generationen überlieferte Spruchweisheit „Machst du was, dann bist du was, dann hast du was.“ Die Reihenfolge müsse ganz anders sein: „Ich bin etwas, deshalb mache oder tue ich was, dann habe ich etwas.“

Geht das einfach so? Gereon Jörn nennt drei „Stellschrauben“, die in Bewegung gesetzt werden und ständig überprüft werden sollten. Das eigene Verhalten, die Einstellung und die Fähigkeiten. Daraus lasse sich ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln. Auch das schaffe Selbstvertrauen und steigere das Selbstwertgefühl.

Der Referent forderte die Zuschauer auf, sich den Satz „Ich bin wertvoll“ immer wieder bewusst zu machen. Ein Vorschlag: „Richten Sie ihr Smartphone so ein, dass es Sie mehrmals am Tag an diesen Satz erinnert.“

Zum Thema

Der nächste Vortragsabend findet am 28. Oktober statt. Dann referiert Lars Effertz ab 19.30 Uhr über Kommunikationspsychologie. Eintrittskarten gibt es unter ' 0 25 61/9 79 28 88.                    | sprecherhaus.de

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