„Hansator“ am Bremer Platz
Baufortschritt im Schneckentempo

Münster -

Die Bauarbeiten für das Projekt „Hansator“ auf der Ostseite des Hauptbahnhofs ziehen sich weiter hin. Noch ist nicht absehbar, wann die Baugrube komplett ausgehoben sein wird.

Freitag, 23.08.2019, 09:00 Uhr
Seit Monaten kommen die Bauarbeiten an der Ostseite des Hauptbahnhofs nur äußerst langsam voran. Foto: Matthias Ahlke

Auf der Ostseite des Hauptbahnhofs sind die Arbeiten an der Baugrube für das Projekt „Hansator“ in der vergangenen Woche erneut für mehrere Tage unterbrochen worden. Wie der Sprecher des Investors Landmarken AG, Kolja Linden , auf Nachfrage unserer Zeitung berichtet, gab es im südlichen Teil der Grube einen weiteren Blindgänger-Verdacht.

Nachdem dieser in der Zwischenzeit ausgeräumt werden konnte, sind die Bagger wieder angerückt. Die Arbeiten an den Spundwänden waren von der Unterbrechung nicht betroffen, betont der Unternehmenssprecher.

Zur Frage, ob das Projekt mittlerweile zeitlich im Verzug sei, wollte sich Linden nicht äußern. Landmarken will das Projekt im Laufe des Jahres 2021 abschließen. Ursprünglich war geplant, dass die sieben Meter Tiefe Baugrube bereits im ersten Quartal 2019 fertiggestellt wird. Bald ist September – und die Baugrube noch keine zwei Meter tief.

Verzögerung durch Blindgänger

Verantwortlich für den langsamen Baufortschritt ist ein Blindgänger, der im Mai entdeckt worden war. Er befand sich am Übergang zwischen natürlichem Boden und Aufschüttungen aus der Nachkriegszeit, wurde also damals möglicherweise zusammen mit Kriegsschutt in die Grube gekippt. Feuerwehr und Berufsgenossenschaft forderten daraufhin, dass beim weiteren Verlauf der Arbeiten deutlich vorsichtiger vorgegangen wird als bei solchen Vorhaben üblich.

Und so wird der Boden seitdem in 20-Zentimeter-Schritten aus der Grube gekratzt. Einige Wochen werden die Arbeiten mindestens noch dauern, so Linden – schließlich gelte es, Nachkriegsaufschüttungen bis zu einer Tiefe von etwa 2,50 Metern aus dem Boden zu holen. Mit Erreichen des gewachsenen Untergrunds könnten dann auch große Bagger eingesetzt werden. Insgesamt werden bis zu einer Tiefe von sieben Metern 8000 Kubikmeter Boden ausgebaggert.

Bald Abschlüsse mit Mietern

Ungeachtet der zähen Bauarbeiten sind bereits Gespräche mit potenziellen Mietern angelaufen, betont Linden. „Wir werden schon bald die ersten Abschlüsse verkünden können“, verspricht er.

Östlich des Hauptbahnhofs entstehen in Sichtweite des Bremer Platzes Flächen für Wohnen, Gastronomie und Handel, daneben wird ein Hotel seine Pforten öffnen, außerdem eine Fahrradparkstation für 2100 Räder. Im Zusammenhang mit der Entwicklung dieses Bereiches sollen auch die Bremer Straße und der Bremer Platz neu gestaltet werden.

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