Einmal Bauer sein
Ferienfreizeit auf dem Schulbauernhof

Münster -

„Das Leben auf dem Bauernhof“ ist in dieser Woche ein Planspiel von 30 Mädchen und Jungen zwischen neun und 13 Jahren und wäre reif für einen Lehrfilm. Als „Drehort“ dient ein alter Bauernhof in der Telgter Bauerschaft Verth, genannt das „Dorf“.

Mittwoch, 17.07.2019, 23:00 Uhr
Die gesamte Einwohnerschaft hat sich zum Dorffest am Lagerfeuer versammelt. Foto: Pohlkamp

Auf dem Schulbauernhof Emshof kann erlebt werden, wie schnell Kinder in eine Rolle schlüpfen können. In dieser Woche spielen sie Bäuerin oder Bauer und lernen die Grundkenntnisse der Landwirtschaft kennen.

Planspiel vor dem Knuffimarkt

Eine Szene aus dem Planspiel ist markant: Sie spielt sich vor dem Knuffimarkt ab. Das ist der Supermarkt, der von den Biobauern Obst, Gemüse, Blumen und auch Hühnereier erhält. Dort gibt es nur Produkte, die auf dem Bauernhof selbst produziert werden. Bezahlt wird mit Spielgeld. Die Biobauern bieten ihre Produkte zum Kauf an. Es wird viel diskutiert, gehandelt bis schließlich ein Preis erzielt ist.

Dieses Planspiel verbindet Themen-bereiche wie Landwirtschaft, Handel, Konsum und Ernährung miteinander.

Andrea Blauensteiner

Die Küche, in der die Mahlzeiten zubereitet werden, kauft die Lebensmittel im Knuffimarkt ein. Am ersten Tag beklagte sich das Küchenpersonal, dass der Supermarkt viel zu teuer sei und es nun ein Minus in der Küchenkasse gebe. Wer die Diskussionen wahrnimmt, spürt, wie schnell die „Dorfbewohner“ ihre Aufgaben meistern und die Zusammenhänge in der Landwirtschaft kennenlernen. „Wir mussten viel Zeit investieren und alle Kartoffelkäfer mit der Hand einsammeln“, begründete eine Biobäuerin den Preisanstieg bei den Kartoffeln.

Preissteigerung schon am zweiten Tag

In der Kette führte das dann soweit, dass das Restaurant, zu dem auch die Küche gehört, die Preise schon am zweiten Tag anhob. Fünf Tage und vier Nächte übernachten die Kinder in ihren Zelten. Als Projektleiterin ist Andrea Blauensteiner mittendrin.

„Dieses Planspiel“, so Blauen­steiner, „verbindet Themenbereiche wie Landwirtschaft, Handel, Konsum und Ernährung miteinander“. Nach dieser Freizeit folgen in den Sommerferien drei weitere Wochenfreizeiten ohne Übernachtung mit jeweils 36 Teilnehmern, die jedoch alle ausgebucht sind.

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