Netzwerk Kindertagespflege übergibt Antrag an Lewe
Tageseltern fordern bessere Bezahlung

Münster -

Die münsterischen Tagesmütter und Tagesväter fordern bessere Bedingungen für ihre Arbeit. Einen Antrag dazu haben jetzt Vertreterinnen und Vertreter der Interessengemeinschaft „Netzwerk Kindertagespflege Münster“ an Oberbürgermeister Markus Lewe übergeben.

Dienstag, 16.07.2019, 08:00 Uhr
Das Netzwerk Kindertagespflege überreichte dem Oberbürgermeister einen Antrag, in dem sie bessere Bedingungen für ihre Arbeit fordert (v.l.): Stephanie Blume, Susanne Engel, Christa Rosigkeit, Maike Wolf, Markus Lewe, Ines Fabry-Ilgemann und Matthias Schink Foto: Netzwerk Kindertagespflege in MS

Die münsterischen Tagesmütter und Tagesväter fordern bessere Bedingungen für ihre Arbeit. Einen entsprechenden Antrag dazu haben jetzt Vertreterinnen und Vertreter der Interessengemeinschaft „Netzwerk Kindertagespflege Münster“ an Oberbürgermeister Markus Lewe übergeben. Für ihre Forderungen haben sie nach eigenen Angaben mehr als 1260 Unterschriften gesammelt.

„Wenn die Stadt Münster auf eine ausreichende Anzahl an qualifizierten und zufriedenen Tagespflegepersonen bauen will, ist eine weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen dringend erforderlich“, erklärte Maike Wolf für das Netzwerk. Ihre Kollegin Christa Rosigkeit ergänzt: „Die Kindertagespflege hat sich zu einem unverzichtbaren Pfeiler der frühkindlichen Bildung entwickelt und ist aus der heutigen Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken. Ohne die Kindertagespflege wäre die Stadt Münster nicht in der Lage, den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr für alle Kinder wohnortnah und bedarfsdeckend sicherzustellen.“

Sechs Euro pro Stunde und Kind gefordert

Konkret fordert das Netzwerk eine Erhöhung der Vergütung auf sechs Euro pro Stunde und Kind sowie eine künftig jährliche Steigerung des Stundenentgelts analog zu den Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst . Mit dem geforderten Stundensatz würde, nach Abzug der Betriebskosten, zumindest das Einstiegsgehalt von Erzieherinnen und Erziehern erreicht. Darüber hinaus fordern die Tagespflegepersonen 30 Tage vergüteten Erholungsurlaub und 30 Tage fortlaufende Zahlung im Krankheitsfall.

„Die Qualität und fachlichen Kompetenzen der Kindertagespflege stehen denen in einer Kita-Betreuung in keiner Weise nach. Im Gegenteil: Viele Eltern schätzen gerade in der U3-Betreuung die sehr persönliche Beziehung zu den Tagesmüttern und Tagesvätern. Diese gute Qualität muss aber auch entsprechend finanziell wertgeschätzt werden“, begründet Maike Wolf den Antrag.

Das „Netzwerk Kindertagespflege“ hat sich im Frühjahr 2019 als Interessengemeinschaft zur Vernetzung von Tagesmüttern und Tagesvätern in Münster gegründet. Ziel sei der fachliche Austausch, um die Qualität der Kindertagespflege zu verbessern, heißt es.

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