Spendenaktion: Projekte in Polen umgesetzt
Große Dankbarkeit in Lublin

Münster/Lublin -

Fast 50.000 Euro wurden bei der Spendenaktion unserer Zeitung in der Vorweihnachtszeit für Lublin gespendet. Mit diesem Geld wurden in Münsters polnischer Partnerstadt Projekte umgesetzt.

Montag, 15.07.2019, 23:00 Uhr
Die Werkstatt für sensorische Integrationstherapie an der Schule für Hörbehinderte in Lublin konnte aus Geldern der Spendenaktion unserer Zeitung neu ausgestattet werden. Jolanta Szafrańska von der Evangelisch-Augsburgischen Kirchengemeinde, Partner des Fördervereins Münster-Lublin als Projekt-Pate, durfte feierlich das Band durchschneiden. Foto: privat

Für die polnische Partnerstadt legt sich der Förderverein Münster-Lublin bekanntlich schon seit Langem ins Zeug. Bei der traditionellen Spendenaktion unserer Zeitung in der Vorweihnachtszeit war der Verein 2018 einer der Partner und warb um finanzielle Unterstützung für vier soziale beziehungsweise schulische Projekte in der Stadt im Osten Polens. Jetzt sind dort, nicht allzu weit entfernt von der Grenze zur Ukraine, die ersten Projekte mithilfe der insgesamt für Lublin gespendeten fast 50 000 Euro umgesetzt worden.

In der nach dem früheren polnischen Papst Johannes Paul II. benannten Bildungs- und Erziehungseinrichtung für gehörlose und schwerhörige Kinder und Jugendliche wurden feierlich die Werkstatt für sensorische Integrationstherapie und ein modernes Computerlabor eingeweiht. Dabei hat die Direktorin Anna Stasiak allen Spendern, namentlich dem Förderverein Münster-Lublin sowie dessen Partner vor Ort, der Evangelisch-Augsburgischen Kirchengemeinde, herzlich gedankt.

Ohne diese Hilfe aus der Spendenaktion hätte es diese Ausstattung nicht gegeben, habe die Schulleiterin hervorgehoben, wusste Fördervereinsvorsitzende Michaela Heuer unter Berufung auf Presbyterin Jolanta Szafrańska zu berichten. „Besonders schön war es, weil die kleinen, gehörlosen Kinder sehr gut tanzten.“

Die neue Ausstattung zum Ausbau der sensorischen Integrationstherapie etwa hilft dabei, die Entwicklung der hörgeschädigten Schüler anzuregen. Die Schule für gehörlose und schwerhörige Kinder und Jugendliche ist nach deren Angaben die einzige mit einem solchen Profil in der gesamten Region.

Groß ist die Freude auch im Lubliner Zofia-Sękowska-Sonderzentrum für Bildung und Erziehung von behinderten Kindern gewesen. „Wir sind stolz auf die neue Ausrüstung, die für über 54 000 Zloty gekauft wurde. Es ist ein tolles Geschenk für uns“, schreibt die stellvertretende Schulleiterin Ewa Puderecka in einem Dankesbrief an die Vorsitzende des Fördervereins Münster-Lublin. Unter anderem wurden Braille-Drucker gekauft. „Endlich können wir Übungen, Texte und Tests in Blindenschrift ohne Einschränkungen ausdrucken, und blinde Schüler haben mehr Möglichkeiten, ihre Kenntnisse aufzuzeichnen und zu testen“, beschreibt Puderecka das, was seit Kurzem dank der Hilfe aus Münster möglich ist. „Richten Sie unseren Dank an alle Spender für solch wunderbare Geschenke aus“, bittet die stellvertretende Schulleiterin in dem Schreiben weiter.

Michaela Heuer vom Förderverein Münster-Lublin freut sich unterdessen, dass mit den Spenden jetzt konkrete Projekte verwirklicht werden konnten. „Schließlich stehen wir den Spendern im Wort, dass das Geld vor Ort ankommt.“

Der Förderverein hatte zusammen mit der Evangelisch-Augsburgischen Kirchengemeinde in Lublin die insgesamt vier Projekte in Münsters polnischer Partnerstadt ausgesucht – abgesehen von den beiden Bildungseinrichtungen waren dies eine Herberge für obdachlose Frauen und alleinerziehende Mütter sowie das Kinderhospiz „Kleiner Prinz“.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6781619?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
A2: Ein Toter und vier Verletzte
Rettungshubschrauber landeten am Samstagabend auf der A2-Abfahrt Hamm-Uentrop und flogen zwei Schwerverletzte in Krankenhäuser. Für einen 18-jährigen Ahlener kam jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch an der Unfallstelle.
Nachrichten-Ticker