Klima-Demo vor dem Rathaus
Am selbst gesteckten Ziel zur CO²-Reduzierung gescheitert

Münster -

Im Jahr 2008 hat die Stadt Münster beschlossen, bis 2020 die CO²-Immissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um 40 Prozent zu senken. Dieses Ziel, das ist bereits jetzt klar, wird die Stadt verfehlen.

Donnerstag, 04.07.2019, 20:00 Uhr
Unmittelbar vor der Ratssitzung demonstrierte die Initiative „Fridays for Future“ vor dem Rathaus. Foto: Oliver Werner

Im Jahr 2008 hat die Stadt Münster beschlossen, bis 2020 die CO-Immissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um 40 Prozent zu senken. Dieses Ziel, das ist bereits jetzt klar, wird die Stadt verfehlen. Dieser Umstand führte in der Ratssitzung am Mittwochabend zu einer lebhaften Debatte, ausgelöst durch eine Anfrage des Münsteraners Jörg-Ulrich Seifert.

Umweltdezernent Matthias Peck bedauerte den Fehlschlag, verwies aber zugleich „auf die Grenzen kommunaler Klimaschutzbemühungen“, wenn die Rahmenbedingungen nicht danach seien. Als Beispiel nannte er den Ausstieg aus der Kohleverstromung, der langsamer von statten gehe als erhofft. Auch stehe eine steigende Bevölkerungszahl in Münster dem Bemühen um einen sinkenden CO-Ausstoß entgegen, so Peck.

Der CDU-Ratsherr Frank Baumann räumte ein, dass in Münster noch „zu wenig regenerative Energie“ (etwa Windkraft oder Solarenergie) produziert werde. Gleichwohl sei Münster „auf einem guten Weg“, etwa beim Ausbau des Radverkehrs.

An "absurdem Punkt" angelangt

Genau an diesem Punkt kritisierte der ÖDP-Ratsherr Franz Pohlmann die aktuelle Politik in Münster. Da werde eine Veloroute zwischen Münster und Telgte geplant, zugleich aber auch der vierspurige Ausbau der B51. „Das passt alles nicht.“ Das Lebensgefühl vieler Münsteraner sei an einem absurden Punkt angelangt: „Grün wählen und dann weiterfliegen.“

Apropos klimaschädliches Fliegen: Der AfD-Ratsherr Marin Schiller forderte, allen städtischen Mitarbeitern künftig Inlandsflüge zu verbieten. Da er zugleich aber die aktuelle Debatte als „Klimahysterie“ bezeichnete und hinter die These vom menschengemachten Klimawandel ein Fragezeichen setzte, wurde sein Antrag eher als Ironie aufgefasst.

„Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt

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  • Siebte Großdemo der Bewegung „Fridays for Future“ in Münster: 2500 Menschen sind auf die Straße gegangen, um für eine konsequentere Klimapolitik zu demonstrieren.

    Siebte Großdemo der Bewegung „Fridays for Future“ in Münster: 2500 Menschen sind auf die Straße gegangen, um für eine konsequentere Klimapolitik zu demonstrieren.

    Foto: Anna Spliethoff
  • Mit bunten Plakaten und lauten Parolen zogen die Menschen durch die Straßen.

    Foto: Anna Spliethoff
  • Zuvor hatte es auf dem Prinzipalmarkt eine Kundgebung gegeben. Von dort aus ging es durch die Stadt, um nach Angaben der Veranstalter möglichst viele Menschen zu erreichen.

    Foto: Anna Spliethoff
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  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
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  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
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  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke

Der GAL-Ratsherr Otto Reiners meinte: „Dass wir hier noch immer solche Beleidigungen erleben müssen, ist unerträglich.“

Mitstreiter der Bewegung „Fridays for Future“ nahmen an der Aussprache als Gäste teil. Da es Gästen im Rat verboten ist, laut zu applaudieren, drückten die meist jungen Menschen ihre Zustimmung in Form winkender Hände aus.

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