„Münsters Wissen frisch gezapft"
Ein Prost auf großartige Ideen

Münster -

Bunte Themenvielfalt, illustre Referenten – eine Veranstaltungsreihe findet derzeit in ausgewählten Gaststätten der Stadt statt.

Mittwoch, 03.07.2019, 07:30 Uhr aktualisiert: 03.07.2019, 07:48 Uhr
Titus Dittmann berichtete in der Pension Schmidt. Foto: Conlan

Sieben Nachwuchsforscher, eine Laborantin und eine Wissenschaftskommunikatorin aus insgesamt sechs Nationen sowie verschiedenen Fachbereichen der WWU haben sich zusammengetan und „Münsters Wissen frisch gezapft“ auf die Beine gestellt. Bis zum heutigen Mittwoch läuft die zweite Auflage nach dem Vorjahreserfolg.

In drei Kneipen berichten Wissenschaftler von ihren Forschungsprojekten – allgemeinverständlich und spannend in 30 Minuten mit ebenso viel Zeit für Austausch und Publikumsfragen. Und das Konzept geht auf: „Cheers for great ideas“ – ein Prost auf großartige Ideen.

Der Zuhörerandrang war so groß, dass schon etliche Minuten vor Beginn der Saal in der Frauenstraße 24 mit über 50 Personen restlos gefüllt war und weitere Besucher auf der Bühne Platz nahmen.

„Vielfalt ist das Motto“

In der Frauenstraße sprach Geograf Professor Dr. Samuel Mössner über nachhaltige Stadtentwicklung. Danach berichtete Professorin Dr. Angelika Lohwasser (Ägyptologin) über eine archäologische Spurensuche im Sudan und vergangenes Leben in der Wüste.

Mehr Platz bot die Pension Schmidt. Titus Dittmann sprach als Lehrbeauftragter für Skateboarding an der WWU über das Projekt „Skaten statt Ritalin“ für Kinder mit ADHS. Anschließend ging es auf Englisch weiter. Linguistin Dr. Dietha Koster erläuterte Zusammenhänge von Sprache, Denken und Weltanschauung. Das Publikum lauschte gespannt und stellte anschließend weiterführende Fragen, die wiederum die Wissenschaftlerin begeisterten.

„Vielfalt ist das Motto, und Kommunikation steht im Vordergrund“, erläuterte Doris Niederhoff, die das Projekt als Wissenschaftskommunikatorin von Anfang an begleitet.

Populismus, Knochenbrüche und Künstliche Intelligenz

Am heutigen Mittwoch (3.7.) geht es im „früh bis spät“ am Alten Steinweg ab 19.30 Uhr um Grundlagenforschung bei Knochenbrüchen, Propaganda und Populismus im Netz und deren Manipulation unserer Demokratie, Künstliche Intelligenz, öffentliche Wissenschaftsdebatten sowie Vertrauenswürdigkeit.

Bei dem Zuspruch sei es realistisch, dass es 2020 eine Neuauflage des Formats geben werde, so Niederhoff.

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