„Münster vor Ort“
Uppenberg: Umnutzung von Kirchen, Brauerei und Kasernen

Münster -

Historische Siedlungen, aber auch modern umgebaute und heute vielfältig genutzte Fabrikhallen und Gebäude: Kaum ein Bereich in Münster war in den vergangenen Jahren städtebaulich so spannend wie Uppenberg. Die nächste „Münster vor Ort“-Tour am Wochenende (5. bis 7. Juli) führt genau dorthin.

Mittwoch, 03.07.2019, 13:00 Uhr
Die Dreifaltigkeitskirche mit gestuftem Westportal in Backstein aus dem Jahr 1938/39. Foto: Stefan Rethfeld

Die Dreifaltigkeitskirche gehört mit zu den bekanntesten Gotteshäusern in Münster. Nicht nur architektonisch aufgrund ihres vielfach gestuften Westportals – auch die zentrale Lage am Ring zur Grevener Straße macht ihren Ort bedeutsam.

Mittlerweile profaniert und zum Wohn- und Arbeitsort umgenutzt, bildet sie einen passenden Treffpunkt für die nächste „Münster vor Ort“-Tour, diesmal durch Uppenberg am kommenden Wochenende.

Dass es tatsächlich etwas „up’n Berg“ nach Kinderhaus geht, spürt so mancher Radfahrer. Der Stadtteil erstreckt sich zwischen dem Kreuzviertel und Kinderhaus, beiderseits der Grevener Straße, die Münster gen Norden erschließt.

Neue Adressen für Wohnen, Arbeiten und Freizeit

Dort liegen mit der kürzlich erweiterten Feuerwache, ungewöhnlichen Möbelmärkten, dem Germania-Campus sowie umgenutzten Kasernenflächen und dem Freibad Coburg eine Reihe von jüngeren Bauprojekten, die zur offenen Landschaft des Kinderbaches hin eine Vielzahl neuer Adressen für Wohnen, Arbeiten und Freizeit bieten.

Als besonders gelungen kann der Umbau der Lincoln-Kaserne zu einem neuen Wohnquartier gelten, der 1996 bis 2002 durch die Wohn+Stadtbau (Altbau) und den dänischen Architekten Carsten Lorenzen (Neubau) ausgeführt wurde.

Auch östlich der Grevener Straße überrascht das Gebiet mit sehenswerten Siedlungsteilen. So schuf der bekannte Architekt Gustav Wolf in den Jahren 1924 bis 1930 – parallel zur Gartenstadt Habichtshöhe – auch hier verschiedene Straßenzüge an der Kinderhauser Straße. Benachbart liegen ehemalige Briten-Häuser, die derzeit von ihren neuen Eigentümern um- und weitergebaut werden.

Die Tour wird die Entwicklung des Gebietes veranschaulichen sowie jüngste Projekte vorstellen.

Zum Thema

Tickets für die dreieinhalbstündige Tour unter Leitung des Architekten und Autoren Stefan Rethfeld am Freitag (5. Juli) um 15 Uhr sowie am Samstag und Sonntag (6./7. Juli) je weils um 11 Uhr sind im Ticket-Shop, Prinzipalmarkt 13, erhältlich. Treffpunkt ist die Dreifaltigkeitskirche, Grevener Straße 106. Weitere Touren führen vom 23. bis 25. August nach Kinderhaus, vom 13. bis 15. September zum Bröderichweg und vom 11. bis 13. Oktober nach Sprakel.

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