Maßnahme zur Sensibilisierung für Umweltschutz
Abfall am Aasee bleibt am 1. Mai liegen

Münster -

Ungewöhnliche Maßnahme gegen die Müllberge am Mai-Feiertag: Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM), das Ordnungsamt und das Grünflächenamt machen in Kooperation mit engagierten Münsteranern mit einer besonderen Aktion am Aasee auf die Müllproblematik aufmerksam. Dazu lassen sie den Abfall auf den Flächen rund um den See bis zum folgenden Nachmittag liegen. 

Freitag, 26.04.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 26.04.2019, 19:05 Uhr
Wenn die Sonne scheint, strömen besonders viele Menschen an den Aasee. Besonders in der Grillsaison bleibt aber viel Müll liegen. Foto: Oliver Werner

Einweggeschirr, Verpackungen, Flaschen und Co: Nach schönen Sommertagen sehen Münsters Grünflächen oft erschreckend vermüllt aus. Das alljährlich – im negativen Sinn – eindrucksvollste Beispiel des so genannten Litterings sind die Hinterlassenschaften nach dem „Chillen und Grillen“ am 1. Mai auf Grünflächen am Kanal und am Aasee.

Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM), das Ordnungsamt und das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit sensibilisieren in Kooperation mit bürgerschaftlich engagierten Münsteranerinnen und Münsteranern mit einer besonderen Aktion am Aasee zum 1. Mai für die Littering-Problematik: Der Abfall auf den Flächen rund um den Aasee bleibt nach dem Feierlichkeiten bis zum folgenden Nachmittag liegen. Gemeinsam mit bürgerschaftlich organisierten Gruppen wird dann am 2. Mai ab 14 Uhr aufgeräumt, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt.

Drei Ziele

Die AWM stellen in diesem Zuge gleichzeitig den zweiten Teil ihrer Bürgerkampagne „Ich mach´s“ vor, in dem es bis Ende September im Schwerpunkt um das Thema Stadtsauberkeit geht.

Die Aktion zum 1. Mai hat drei Ziele. „Wir wollen aufklären, für die Littering-Problematik sensibilisieren und zeigen, wie stark das bürgerschaftliche Engagement für ein sauberes Münster in unserer Stadt ist“, erklärt AWM-Sprecherin Manuela Feldkamp die Hintergründe.   

Abfallsäcke werden verteilt

Am 1. Mai werden von den AWM beauftragte Teams am Aasee Abfallsäcke verteilen, der Kommunale Ordnungsdienst des Ordnungsamtes und Service-Kräfte des Grünflächenamtes sind als Ansprechpartner vor Ort. „Die Teams achten auf Sicherheit und Ordnung und informieren unter anderem über die zusätzlich vom Grünflächenamt aufgestellten Toiletten sowie die zahlreichen Behälterstandorte zur Entsorgung von Abfällen“, berichtet Hendrik Weihermann, Fachstellenleiter Kommunaler Ordnungsdienst im Ordnungsamt.   

Aufräumen nach dem Maifeiertag: Jede Menge Müll

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  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke
  • Müll in Münster: Am Tag nach dem 1. Mai hatten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe alle Hände voll zu tun, den Unrat und die Hinterlassenschaften einzusammeln. Foto: Matthias Ahlke

Am besten ist es natürlich, Mehrweggeschirr und -verpackungen zu nutzen. Wenn aber doch Abfälle zu entsorgen sind, stehen rund um den Aasee neben 25 großen orangenen Abfalltonnen und zahlreichen Papierkörben außerdem an drei Standorten Unterflurcontainer mit einem Fassungsvermögen von je 1000 Liter zur Entsorgung bereit.

Vermüllung stoppen

Diese befinden sich an den Aasee-Kugeln, zwischen Wewerka-Pavillon und Aasee und in der Nähe des Segelclubs Hansa an der Mecklenbecker Straße. An den „Aasee-Kugeln“ (Skulptur „Giant Pool Balls“) und am Segelclub Hansa gibt es zusätzlich Behälter für Grillasche, da diese Flächen von der Stadt als besonders geeignet fürs Grillen festgelegt wurden. 

„Wir hoffen, dass sich durch die Aktion die Vermüllung der Grünflächen und des Sees im Zuge der Feierlichkeiten zum 1. Mai schon deutlich reduziert“, unterstreicht Matthias Selle, Fachstellenleiter Grünflächenunterhaltung im Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit.   

Müll mit Absicht liegen lassen

Ob und was die Aktion bewirkt hat, wird sich am folgenden Tag zeigen. Die AWM werden am zweiten Mai nicht wie gewohnt frühmorgens am Aasee aufräumen und reinigen. „Wenn die Flächen und der See sauber sind, wäre das natürlich ein schöner Erfolg. Wenn nicht, sind die Folgen des Litterings bis zum Nachmittag sichtbar“, erklärt Feldkamp.   

Um 14 Uhr rücken dann am 2. Mai die Reinigungsteams der AWM an. Um ein deutliches Zeichen gegen Littering und für einen sauberen Aasee zu setzen, packen auch zahlreiche Mitglieder der Initiative Pro-Aasee um Peter Vogt und Peter Overschmidt mit an. Overschmidt liegt als Inhaber der gleichnamigen Segelschule und Pächter des Aasees dabei eine Sache besonders am Herzen.

Freiwillige gesucht

„Nicht nur die Flächen rund um den Aasee werden durch achtlos weggeworfene Abfälle geschädigt. Auch das Gewässer selbst und die darin lebenden Tiere und Pflanzen nehmen Schaden, wenn die Abfälle ins Wasser geweht werden“, unterstreicht er. Die Idee der Initiative Pro Aasee: Per Tretboot und  ausgestattet mit Keschern werden freiwillige Helfer auf dem Aasee „Abfall fischen“, passend zum Kampagnenslogan der AWM „Damit aus Aasee kein Bähsee wird“.   

Die Akteure freuen sich, wenn sich zahlreiche weitere Freiwillige an der Reinigungsaktion am 2. Mai beteiligen und ebenfalls ein Zeichen für den Umweltschutz setzen. Die AWM stellen Handschuhe, Abfallsäcke und Müllzangen zur Verfügung, Treffpunkt ist um 14 Uhr an den „Aasee-Kugeln“.    

Kommentar: Gute Aktion

Diese Aktion hat Applaus verdient. Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM), das Ordnungs- und das Grünflächenamt räumen den Abfall, den Umweltsünder am Mai-Feiertag hinterlassen, nicht am nächsten Morgen weg, sondern lassen ihn absichtlich zur Abschreckung bis zum Nachmittag liegen. Jahr für Jahr sind die Grünflächen nach dem 1. Mai mit Müll übersät, Jahr für Jahr werden die gut gemeinten Appelle nicht erhört. Und wer nicht hören kann, muss jetzt also sehen.

Klar, der Anblick von Einweggeschirr, Verpackungen, Flaschen und stehengelassenen Grills trifft am Tag danach womöglich die Falschen. Diejenigen, die am Morgen des 2. Mai am See spazieren gehen, sind nicht automatisch die Umweltsünder des Vortages. Zu hoffen bleibt auch, dass der Wind über Nacht den Müll nicht in den See weht.

Dennoch setzt die Aktion das richtige Zeichen, weil Münster buchstäblich vor Augen geführt wird, welche Konsequenzen es hat, wenn man gleichgültig mit seiner Umwelt umgeht. Angenehmer pädagogischer Nebeneffekt: Die Stadt macht deutlich, dass sie zwar für die Müllentsorgung zuständig, aber nicht die Reinigungskraft von Ignoranten ist. Die Maßnahme ist zudem begrüßenswert, weil Aufklär-Teams als Ansprechpartner bereit stehen und Müllsäcke zur Prävention verteilen und die Nachbarschaft des Aasees sowie freiwillige Bürger eingebunden werden. Alles in allem verspricht dies eine gelungene, weil rundum durchdachte Aktion im Sinne der Stadtsauberkeit zu werden. Pjer Biederstädt

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