Rainer Knoche blickt auf 40 Jahre zurück
Ein Leben für den Zoo

Münster -

Der Zoo war gerade erst auf die Sentruper Höhe gezogen, als Rainer Knoche in den Aufsichtsrat kam. Über 40 Jahre war er an den Entscheidungsprozessen beteilt. Der nun scheidende Aufsichtsratsvorsitzende blickt zurück.

Donnerstag, 28.03.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 28.03.2019, 21:34 Uhr
Zoodirektor Dr. Thomas Wilms (r.) dankte dem Aufsichtsratsvorsitzenden Rainer Knoche für sein jahrzehntelanges Engagement – ganz plakativ vor dem Elefantengehege mit Bulle Alexander, für den Knoche eine Ehrenpatenschaft übernommen hat. Foto: Oliver Werner

Bulle Alexander hätte es vielleicht richten können. „Meine Hoffnung war immer, dass die Elefanten während meiner Amtszeit Nachwuchs bekommen“, sagt der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende des Allwetterzoos Münster, Rainer Knoche . Doch bei allen Zuchtbemühungen, erfüllt hat sich der große Wunsch bis heute nicht. Wobei sich Alexander und Corni noch in dieser Woche ein wenig näherkamen.

Böse ist der 79-jährige Knoche, der gerade den Aufsichtsratsvorsitz des Allwetterzoo an Dr. Ludger Hellenthal übergeben hat, dem Bullen Alexander nicht. Ganz im Gegenteil: Die Zoo-Geschäftsleitung um Zoodirektor Dr. Thomas Wilms überreichte dem scheidenden Vorsitzenden am Donnerstag als Zeichen der Verbundenheit die Ehrenpatenschaft für das Tier. „Die Elefanten waren immer meine Lieblingstiere“, räumt Knoche ein.

Elefantenpark

Der Unternehmer Rainer Knoche zählte gut vier Jahrzehnte zu den Mitgliedern des Zoo-Aufsichtsrates. Sein persönlicher Höhepunkt war die Eröffnung des Elefantenparks im Juni 2013. Knoche hatte sich als Aufsichtsratsvorsitzender sehr für das knapp fünf Millionen teure und ohne städtischen Zuschuss finanzierte Großprojekt engagiert, holte gemeinsam mit dem damaligen Zoodirektor Jörg Adler zahlungskräftige Förderer und Sponsoren ins Boot und hatte ein Auge darauf, dass Kosten und Bauzeit eingehalten wurden. „Am Ende sind wir bis auf 20 000 Euro unter der Bausumme geblieben“, so Knoche.

...

„Ich bin das älteste Tier im Zoo“

Und so bezeichnet er auch die Eröffnung des Elefantenparks im Juni 2013 als besonderes Highlight seiner Amtszeit. Knoche war seit Dezember 2002 Aufsichtsratsvorsitzender des Allwetterzoos.

Dem Gremium selbst gehörte er über 44 Jahre an. „Ich bin das älteste Tier im Zoo“, sagt Knoche. Die zooaffinen Eltern des Unternehmers aus der Baustoffbranche hatten dem Allwetterzoo in den 1970er-Jahren ein Flusspferd finanziert.

Rainer Knoche war damals gefragt worden, ob er sich eine Mitarbeit im Aufsichtsrat vorstellen könne. Aus seinem Ja wurden 160 turnusgemäße Sitzungen, davon 65 als Vorsitzender. Vier Zoodirektoren hat er im Laufe der Jahre begleitet. Als Knoche am 15. Oktober 1974 die erste Zusammenkunft des Gremiums erlebte, fehlte das Geld an allen Ecken und Enden. Gerade erst, im Mai 1974, war der Allwetterzoo auf der Sentruper Höhe eröffnet worden. Auf dem früheren Gelände am Aasee ist bis heute der Unternehmenssitz der LBS.

Tiere im Allwetterzoo Münster

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  • montage

    Pelikane, Tiger, Erdmännchen & Co.: Entdecken Sie mit unseren Bildern den Allwetterzoo!

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Noch gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Schnee? Der Gepard trägt es mit Fassung.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht braun, so ein syrischer Braunbär...

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger Fedor kam im Juli 2017 in den Allwetterzoo.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein lustiges Outfit tragen die Bongos.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Oliver Werner
  • Ist das bequem? Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bad in der Sonne: ein amerikanischer Nasenbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Hier fürchtet ihn niemand: Der Wolf ist im Zoo willkommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nein, das juckt nicht: Ein Vogel ist auf dem Nashorn-Horn gelandet . . .

    Foto: Gunnar A. Pier
  • . . . und fliegt wieder weg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zwei Pelikane.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Pelikan.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Eine stolze Pracht trägt der Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Er ist klein, und dann duckt er sich auch noch: ein junger Straß.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Afrika-Berich gibt es auch Defassa-Wasserböcke.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tigerin Nely wundert sich, dass das Wasser in ihrem Gehege zugewuchert ist.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Auch sie landen im Zoo: Störche.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Immer auf der Hut: Erdmännchen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein durstiger Defassa-Wasserbock.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Geduckt: ein Strauß.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Diese Wildkatze hat Punkte - also ist es ein Gepard.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine leben eigentlich an der afrikanischen West- und Südküste, deshalb finden sie es in Münster nicht viel zu warm.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bongos sehen komisch aus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gänsegeier im Schnee

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gepard

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Trampeltier mit Schnee-Schnute.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Wolf.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gepard im Schnee.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Wolf lugt hervor.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Wer erkennt die Unterschiede? Die Tiger Nely (links) und Fedor.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bauchlandung: zwei Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kaum bekannt, aber auch niedlich: ein chinesischer Muntjak.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Oran Utan

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner

Vom grauen zum grünen Zoo

Der Zoo am damals neuen Standort habe sich im Laufe der Zeit vom modernen Betonzoo der 1970er-Jahre zum grünen Allwetterzoo der 2000er-Jahre entwickelt, so Knoche. „Ich war immer gerne in die Planung involviert“, betont er.

In seiner Zeit als Aufsichtsratsvorsitzender ab Dezember 2002 gab es zahlreiche Eröffnungen: Im Jahr 2003 das Africaneum, eine für damalige Verhältnisse sehr moderne Außenanlage unter anderem für Gorillas und Schimpansen. 2005 folgten der Pferdepark, 2007 die Erdmännchen- und Nashornanlagen, 2014 die großzügige Außenanlage der Kapuziner-Affen. Knoche dankt für die Umsetzung all dieser Projekte ausdrücklich der damaligen Geschäftsführung unter Zoodirektor Jörg Adler und dem kaufmännischen Direktor Werner Schmitz.

Adlers Nachfolger, Dr. Thomas Wilms, bezeichnet Knoche als „großen Glücksfall“. Mit dem von Wilms und seiner Führungsmannschaft entwickelten und inzwischen von der Politik auch abgesegneten „Masterplan 2030 plus“ werde sich Münsters Zoo zu einem modernen Arten- und Klimazoo weiterentwickeln.

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