Vorwurf des Sexuellen Missbrauchs
Sportvereine in Sorge

Münster -

Seitdem ein 38-Jähriger wegen des Vorwurfs des Missbrauchs an zwei Kindern in Untersuchungshaft sitzt, wird ins Münsters Fußballszene heftig diskutiert. War der Fußball für den Tatverdächtigen, der mehrere Jugendmannschaften in einem Innenstadtverein trainierte, vielleicht nur Vorwand. Der Oberstaatsanwalt will solche Spekulationen nicht befeuern.

Donnerstag, 21.03.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 21.03.2019, 20:15 Uhr
  Foto: Witters

Der Vorwurf des Missbrauchs an zwei Kindern und die Festnahme eines Tatverdächtigen (wir berichteten) schlägt hohe Wellen – auch in der münsterischen Fußballszene. Weil der in Untersuchungshaft einsitzende 38-Jährige als Trainer vieler Juniorenmannschaften in einem Innenstadtverein tätig war und auch die beiden Kinder in (anderen) Clubs spielen, wurden Vermutungen über einen Zusammenhang laut.

Die wurden allerdings von Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt nicht bestätigt. Weder stellte er auf Anfrage einen direkten oder indirekten Zusammenhang zur münsterischen Fußballszene her, noch wollte er Rückschlüsse auf Opfer oder den Beschuldigten zulassen. Auch der Jugendwart des Fußballkreises Münster, Bernd Niewöhner (SC Preußen), gibt sich vorsichtig: „Wir wissen nicht, ob der Sport als Vorwand diente“.

Bislang kein Haftprüfungstermin und keine Anklage

Wie berichtet, hatte sich der Beschuldigte direkt nach der Inhaftnahme nicht zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen geäußert. Auch am Donnerstag war Botzenhardt nichts Anderes bekannt. Der Oberstaatsanwalt bestätigte, dass der Mann weiter in Untersuchungshaft bleibe. Es liege jedenfalls kein Haftprüfungstermin oder gar eine Haftbeschwerde vor. Bis zum gestrigen Zeitpunkt sei auch noch keine Anklage erhoben worden. Dafür sei es angesichts der laufenden Ermittlungen auch noch zu früh, betonte Botzenhardt, der ebenfalls noch keine Angaben zu einem möglichen Prozessbeginn machen konnte.

Man kann den Vereinen nur raten, sich grundsätzlich sehr sensibel und aufmerksam, wachsam, zu verhalten.

Bernd Niewöhner, Jugendwart des Fußballkreises Münster

Niewöhner betonte: „Man kann den Vereinen nur raten, sich grundsätzlich sehr sensibel und aufmerksam, wachsam, zu verhalten“. Der Fußballkreis habe bereits früher Rat und Tat vom Landessportbund eingeholt und den Mitgliedsvereinen Empfehlungen an die Hand gegeben.

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