Mathilde-Anneke-Gesamtschule in Münsters Osten
Politik schluckt teure Mensa widerwillig

Münster -

Eine temporäre Mensa für die zweite städtische Gesamtschule ist teurer als erwartet. Widerwillig schluckte die Politik diese Kröte.

Donnerstag, 14.03.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 14.03.2019, 21:41 Uhr
Hier soll die zweite städtische Gesamtschule entstehen – und zunächst eine temporäre Mensa in Containern. Foto: Matthias Ahlke

Die temporäre Mensa für die Mathilde-Anneke-Gesamtschule im Ostviertel kann trotz massiver Kostensteigerung kommen. Nach fast einstündiger Diskussion hat nach Informationen unserer Zeitung eine große Mehrheit im zuständigen Ratsausschuss einem entsprechenden Angebot zugestimmt, das für die Aufstellung einer Containeranlage Mehrkosten von rund 200 000 Euro gegenüber der ursprünglichen Kostenschätzung der Stadtverwaltung vorsieht. Allerdings hatte es vonseiten der Kommunalpolitiker zuvor massive Kritik an der Arbeit im Immobiliendezernat des zuständigen Dezernenten Matthias Peck gegeben, wie aus Ratskreisen zu hören ist.

Viele Kritikpunkte

Die Stadtverwaltung habe eine vollkommen unzulängliche Kostenschätzung vorgenommen, hieß es im Umfeld des Ausschusses für Liegenschaften, Wirtschaft und strategisches Flächenmanagement, der die Kröte am Donnerstag in einer nichtöffentlichen Sondersitzung schlucken musste. Auch habe man sich nicht bei anderen Kommunen über die möglichen Kosten erkundigt, so ein weiterer Kritikpunkt. Die ursprünglichen Ausgaben für die Ersatz-Mensa, die nur für zwei Jahre gebraucht wird, waren mit 525 000 Euro taxiert worden, jetzt ist von bis zu 750 000 Euro die Rede.

Bauvorhaben bleibt ein Sorgenkind

Die Mensa wird als notwendig erachtet, weil das Konzept der Gesamtschule die Zubereitung eines frischen und nicht bloß aufgewärmten Essens vorsieht. Das wiederum erfordert eine voll funktionierende Mensa während der Bauphase. Hätte der Ausschuss die Ausschreibung wegen der gestiegenen Kosten zurückgenommen, würde es wohl keine temporäre Mensa zum nächsten Schuljahr an der Andreas-Hofer Straße geben können. Der Bau der Mathilde-Anneke-Schule sorgt nicht zum ersten Mal für Negativschlagzeilen. Auch bei den reinen Baukosten musste die Stadt millionenschwere Mehrkosten eingestehen.

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