Leiche im Stadthafen 1 geborgen
Der seit Januar vermisste Julius F. ist tot

Münster -

Jetzt besteht traurige Gewissheit: Julius F. ist tot. Die Leiche des 20-Jährigen, der seit Mitte Januar vermisst worden war, wurde am Dienstagmittag von Tauchern der Feuerwehr aus dem Stadthafen 1 geborgen. Zuvor hatten Anlieger die Polizei alarmiert, nachdem sie auf der Wasseroberfläche eine Jacke und danach einen leblosen Körper gesichtet hatten.

Dienstag, 05.02.2019, 13:02 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 21:14 Uhr
Ein Tauchereinsatz der Polizei findet zur Stunde im Stadthafen 1 statt. Foto: Helmut P. Etzkorn

Julius war zuletzt am 13. Januar gegen 4 Uhr morgens vor dem Südeingang der Halle Münsterland ge­sehen worden, wo die „Europarty“ des K+K-Cups stattfand. Der 20-jährige Münsteraner wollte nach Angaben der Polizei den Heimweg antreten. Doch zu Hause kam er nie an.

Die Eltern erstatteten umgehend Vermisstenanzeige, die Polizei bat die Öffentlichkeit um Mithilfe. Noch am Tag seines Verschwindens suchten Mantrailer-Hunde nach Julius F., tags darauf machte sich eine Einsatzhundertschaft im Umfeld der Halle Münsterland auf die Suche. Die Wasserschutzpolizei fuhr den Dortmund-Ems-Kanal mit einem Boot ab, dort waren zudem Taucher der Feuerwehr im Einsatz. Bekannte baten mit Aus­hängen um Mithilfe bei der ­Suche.

Die Polizei ging außerdem Hinweisen aus der Bevölkerung nach, doch zum Vermissten führten sie nicht. Eine Woche später stellte die Polizei die Suche nach Julius F. vorläufig ein. Hinweise auf eine Gewalttat gibt es nach Angaben der Polizei nicht. Mithilfe einer Obduktion im Rechtsmedizinischen Institut der Universitätsklinik Münster sollen nun die genauen Todes­umstände des Münsteraners ermittelt werden.

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