Besuch im Geparden-Gehege
Tierrechtler kritisieren Allwetterzoo-Aktion

Münster -

Für 250 Euro können Zoobesucher an einem Tierpfleger-Schnupperkurs teilnehmen. Dazu gehört auch ein Besuch im Geparden-Gehege. Tierrechtler üben scharfe Kritik – Geparden seien keine „Schmusekätzchen“.

Freitag, 01.02.2019, 09:00 Uhr
Zwei Tierpfleger sind auf diesem Foto zusammen mit der zehn Jahre alten Gepardin „Namoja“ zu sehen. Für 250 Euro können Tierfreunde bei einem solchen Besuch im Gehege dabei sein. Foto: Allwetterzoo Münster

Für 250 Euro kann man den Geparden im Allwetterzoo so nahe kommen, wie sonst nur die Tierpfleger. Drei Stunden dauert ein „Schnupperkursus“, der sich großer Beliebtheit erfreut – der nächste Termin ist bereits ausgebucht.

Bei Tierrechtlern stößt das seit 2017 bestehende Angebot allerdings auf Kritik. Die Stippvisiten im Geparden-Gehege seien ein „unsinniger, äußerst gefährlicher und grob fahrlässiger Nerven­kitzel“, so die Organisation „Endzoo“ am Donnerstag in einer Pressemitteilung. Sie verweist darauf, dass es 2015 im Rostocker Zoo einen Beinahe-Angriff eines Geparden auf eine Fotografin gegeben habe – und 2007 eine Besucherin in einem Gehege in den Niederlanden von einem Geparden getötet worden sei. Der Allwetterzoo habe offenbar nichts aus solchen Vorfällen gelernt, schreibt „Endzoo“: „Geparden sind keine harmlosen Schmusekätzchen.“

Gepardennachwuchs im Allwetterzoo

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  • Drei kleine Gepardinnen sind Anfang Oktober im Allwetterzoo geboren. Am Freitagnachmittag wurden die mittlerweile zwei Kilogramm schweren Jungtiere der Öffentlichkeit vorgestellt. Drei kleine Gepardinnen sind Anfang Oktober im Allwetterzoo geboren. Am Freitagnachmittag wurden die mittlerweile zwei Kilogramm schweren Jungtiere der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei kleine Gepardinnen sind Anfang Oktober im Allwetterzoo geboren. Am Freitagnachmittag wurden die mittlerweile zwei Kilogramm schweren Jungtiere der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei kleine Gepardinnen sind Anfang Oktober im Allwetterzoo geboren. Am Freitagnachmittag wurden die mittlerweile zwei Kilogramm schweren Jungtiere der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei kleine Gepardinnen sind Anfang Oktober im Allwetterzoo geboren. Am Freitagnachmittag wurden die mittlerweile zwei Kilogramm schweren Jungtiere der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei kleine Gepardinnen sind Anfang Oktober im Allwetterzoo geboren. Am Freitagnachmittag wurden die mittlerweile zwei Kilogramm schweren Jungtiere der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei kleine Gepardinnen sind Anfang Oktober im Allwetterzoo geboren. Am Freitagnachmittag wurden die mittlerweile zwei Kilogramm schweren Jungtiere der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei kleine Gepardinnen sind Anfang Oktober im Allwetterzoo geboren. Am Freitagnachmittag wurden die mittlerweile zwei Kilogramm schweren Jungtiere der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei kleine Gepardinnen sind Anfang Oktober im Allwetterzoo geboren. Am Freitagnachmittag wurden die mittlerweile zwei Kilogramm schweren Jungtiere der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei kleine Gepardinnen sind Anfang Oktober im Allwetterzoo geboren. Am Freitagnachmittag wurden die mittlerweile zwei Kilogramm schweren Jungtiere der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei kleine Gepardinnen sind Anfang Oktober im Allwetterzoo geboren. Am Freitagnachmittag wurden die mittlerweile zwei Kilogramm schweren Jungtiere der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei kleine Gepardinnen sind Anfang Oktober im Allwetterzoo geboren. Am Freitagnachmittag wurden die mittlerweile zwei Kilogramm schweren Jungtiere der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei kleine Gepardinnen sind Anfang Oktober im Allwetterzoo geboren. Am Freitagnachmittag wurden die mittlerweile zwei Kilogramm schweren Jungtiere der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei kleine Gepardinnen sind Anfang Oktober im Allwetterzoo geboren. Am Freitagnachmittag wurden die mittlerweile zwei Kilogramm schweren Jungtiere der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei kleine Gepardinnen sind Anfang Oktober im Allwetterzoo geboren. Am Freitagnachmittag wurden die mittlerweile zwei Kilogramm schweren Jungtiere der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Matthias Ahlke

Inzwischen haben die Tierrechtler das münsterische Veterinäramt eingeschaltet. „Wir haben bereits den Allwetterzoo um eine Stellungnahme gebeten, welche Vorsichtsmaßnahmen er bei solchen Gehege-Besuchen trifft“, so Amtsleiter Norbert Schulze-Kalthoff. Menschen, stellt er klar, dürften nicht einer Gefahr ausgesetzt werden.

Das sei auch gar nicht der Fall, betont Allwetterzoo-Kurator Dr. Dirk Wewers . „Bei diesem Schnupperkurs besteht keine Gefahr für die Teilnehmer“, so Wewers. „Sonst würden wir ihn gar nicht erst anbieten.“ Mindestens ein Tierpfleger sei bei einem Gehege-Besuch, der rund 15 Minuten dauere, dabei. In dieser Zeit befinde sich lediglich Gepardin Namoja im Gehege. „Sie ist sehr, sehr ruhig“, sagt Wewers. Bis auf drei Meter könnten sich Besucher dem Tier nähern – „wenn Namoja mitspielt“. Sollte sie mal einen schlechten Tag haben, dann würde der Zoo den Gehege-Besuch absagen.

Tiere im Allwetterzoo Münster

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  • montage

    Pelikane, Tiger, Erdmännchen & Co.: Entdecken Sie mit unseren Bildern den Allwetterzoo!

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Noch gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Schnee? Der Gepard trägt es mit Fassung.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gar nicht braun, so ein syrischer Braunbär...

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Tiger Fedor kam im Juli 2017 in den Allwetterzoo.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein lustiges Outfit tragen die Bongos.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ist das bequem? Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Bad in der Sonne: ein amerikanischer Nasenbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Hier fürchtet ihn niemand: Der Wolf ist im Zoo willkommen.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Nein, das juckt nicht: Ein Vogel ist auf dem Nashorn-Horn gelandet . . .

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • . . . und fliegt wieder weg.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Zwei Pelikane.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein Pelikan.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Eine stolze Pracht trägt der Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Er ist klein, und dann duckt er sich auch noch: ein junger Straß.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Im Afrika-Berich gibt es auch Defassa-Wasserböcke.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Tigerin Nely wundert sich, dass das Wasser in ihrem Gehege zugewuchert ist.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Auch sie landen im Zoo: Störche.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Immer auf der Hut: Erdmännchen.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein durstiger Defassa-Wasserbock.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Geduckt: ein Strauß.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Diese Wildkatze hat Punkte - also ist es ein Gepard.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Brillenpinguine leben eigentlich an der afrikanischen West- und Südküste, deshalb finden sie es in Münster nicht viel zu warm.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Bongos sehen komisch aus.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gänsegeier im Schnee

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gepard

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Brillenpinguine

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein Trampeltier mit Schnee-Schnute.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein Wolf.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gepard im Schnee.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein Wolf lugt hervor.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Wer erkennt die Unterschiede? Die Tiger Nely (links) und Fedor.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Bauchlandung: zwei Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Kaum bekannt, aber auch niedlich: ein chinesischer Muntjak.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Oran Utan

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner

Für den Fall des Falles haben die Tierpfleger einen Besen oder Rechen dabei, um das Tier auf Distanz zu halten, so Wewers. Im Übrigen befinde sich direkt hinter den Besuchern der Ausgang. Für das Tier sei der Schnupperkursus keine Belastung, im Gegenteil: „Die Gepardin findet einen solchen Besuch interessant“. meint Wewers.

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