Busverkehr in Münster boomt seit Jahren
Der Rosenplatz wird busfrei

Münster -

Der Busverkehr in Münster erfreut sich stetig steigender Beliebtheit. Das beflügelt die Fahrplan-Macher in ihren Planungen.

Freitag, 01.02.2019, 07:00 Uhr
Am Rosenplatz haben die längste Zeit Busse der Linien 5 und N 85 gehalten. Nach den Osterferien soll das Wartehäuschen dort verschwinden, weil die Linien umgelegt werden. Damit wird die Altstadt entlastet. Foto: Dirk Anger

Das Bushäuschen, das den Rosenplatz ziert, wird in naher Zukunft verschwinden, wie die Stadtwerke ankündigen. Denn nach den Osterferien fahren die Linien 5 und N 85 in Richtung Nienberge nicht mehr über den Spiekerhof und durchs Kuhviertel. Dann geht es – wie bereits jetzt in der entgegengesetzten Richtung – über die Münzstraße.

Neben der Entlastung der Altstadt versprechen sich die Fahrplan-Macher einen Zeitgewinn von drei Minuten durch die Verlegung. Diese und weitere Änderungen am dritten Nahverkehrsplan, den der Rat 2016 beschlossen hat, treten – wie berichtet – am 29. April in Kraft.

Steigende Fahrgastzahlen

Der Busverkehr in Münster boomt seit Langem. Das belegen die stetig steigenden Fahrgastzahlen der vergangenen Jahre. Mit mehr als 46 Millionen Fahrgästen wurde im Jahr 2018 ein neuerlicher Spitzenwert erreicht. Dass man auf dem richtigen Weg zu sein scheint, spiegeln auch weitere Zahlen wider, die sich im Erfahrungsbericht zum Nahverkehrsplan finden: Waren im November 2015 noch 79 Prozent aller Haltestellenabfahren pünktlich beziehungsweise bis maximal fünf Minuten verspätet, konnte dieser Wert zwei Jahre später auf 82 Prozent aller Abfahrten angehoben werden.

Leicht gesunken ist dem Bericht zufolge aber in diesem Zeitraum die durchschnittliche Geschwindigkeit der Busse von 19,8 auf 18,6 Stundenkilometer. Als Gründe für diese Entwicklung werden mehr Verkehr, geänderte Ampelschaltungen und viele Baustellen in der Innenstadt angeführt.

Ringlinie erfolgreich unterwegs

Als Erfolg gilt die vor zwei Jahren eingeführte Ringlinie, die inzwischen durchschnittlich 4650 Fahrgäste pro Werktag verzeichnet. Sie weise damit mehr Fahrgäste auf als die ersetzten Linien 3 und 4 zusammen. Allein am Hauptbahnhof steigen demnach täglich 1200 Menschen in die Busse der Linien 33/34 ein und aus, am Franziskus-Hospital sind es durchschnittlich 444. Auffällig: Die schlechteste Auslastung verzeichnet die Ringlinie während des Berufsverkehrs morgens und am Nachmittag. Dann stockt regelmäßig der Verkehr auf dem Ring.

Die Stadtwerke verfügen nach eigenen Angaben inzwischen in 40 Prozent ihrer Busse über eine Fahrgastzähleinrichtung. So könne man einzelne Streckenabschnitte „sehr genau“ auswerten, betont Reinhard Schulte, verantwortlich für den Stadtwerke-Nahverkehr. Außerdem seien 2017/18 alle Fahrten erfasst worden.

Die vor zwei Jahren eingerichtete Umweltspur durch den Wienburgpark hat sich offenbar bewährt. Sie soll beibehalten und langfristig gesichert werden. Zugleich soll über eine Lösung für Radfahrer nachgedacht werden. Ob sich diese womöglich in einem parallel geführten Radweg durch den Wienburgpark findet, soll im Rahmen der Gesamtplanung „Gleisstraße für den Radverkehr“ abschließend geklärt werden.

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