Ökologische Aufwertung geplant
Sanierung der Werse kostet sechs Millionen

Münster -

Die Wehre an den Werse-Mühlen sind alt, das Land fordert überdies eine bessere ökologische Qualität. Die Stadt erarbeitet in Konzept für die Werse.

Dienstag, 29.01.2019, 21:00 Uhr
Die Werse, hier bei Handorf, führt derzeit wenig Wasser. Das Tiefbauamt hat 2015 den Wasserstand gesenkt, als schwere Schäden an den Wehren absehbar waren.  Foto: Matthias Ahlke

Eine ökologische Aufwertung der Werse im Stadtgebiet einschließlich der Sanierung der drei Staustufen an der Pleistermühle, der Sudmühle sowie der Havichhorster Mühle würde rund sechs Millionen Euro kosten. Darüber informierte der Gewässerexperte Berthold Reloe vom städtischen Tiefbauamt am Dienstagabend die Mitglieder des Umwelt- und Baumausschusses.

Die Stadt hat für die Werse eine Machbarkeitsstudie im Auftrag gegeben. Zum einen deshalb, weil die Wehre an den drei Mühlen alt und sanierungsbedürftig sind. Zum anderen aber auch deshalb, weil die Stadt gehalten ist, die Gewässerqualität bis 2027 zu verbessern. Maßgeblich dafür ist die Wasserrahmenrichtlinie des Landes NRW.

Als zentrales Ziel einer ökologischen Aufwertung nannte Reloe eine Erhöhung der Fließgeschwindigkeit, überdies eine „Verbesserung der Durchgängigkeit“ für Fische. Um Letzteres zu erreichen, soll an eine Umgehungsrinne an der Sudmühle gebaut werden.

Insgesamt sollen die Staustufen an den drei Wehren abgesenkt werden, die Wehre aber nicht abgeschafft werden, denn ein solches Vorgehen hätte deutliche Auswirkungen auf den Grundwasserspiegel im Umfeld. Das vorliegende Konzept, dessen Umsetzung Jahre in Anspruch nehmen wird, sieht ein moderates Absenken des Wasserspiegels zwischen 25 und 50 Zentimeter vor.

Auf Nachfrage des grünen Bürgermeisters Gerhard Joksch betonte Berthold Reloe ausdrücklich, dass die Umgestaltung nicht die Ziel diene, neues Bauland entlang der Werse zu generieren. Das gehe schon aus Gründen des Hochwasserschutzes nicht.

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