Polizei, Feuerwehr und Winterdienst im Einsatz
Winterwetter führt zu mehreren Unfällen

Münster -

Das Winterwetter mit Schnee und Eis hat am Mittwochmorgen zu mehreren Unfällen geführt: Vier zählte die Polizei im Stadtgebiet, zwei weitere auf der Autobahn 1. Der Winterdienst war im Großeinsatz, die Stadt warnt vor dem Betreten des Aasees.

Mittwoch, 23.01.2019, 12:02 Uhr aktualisiert: 23.01.2019, 13:58 Uhr
Mit Schnee und Eis hielt der Winter in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch Einzug in Münster. Foto: Oliver Werner

Der Polizei wurden am Morgen vier glättebedingte Unfälle in Münster gemeldet: einer auf der Meesenstiege in Hiltrup, einer auf dem Gremmendorfer Weg und gleich zwei auf dem Postweg. Diese Unfälle gingen nach Polizeiangaben glimpflich aus: Es blieb bei Blechschäden.

Unfälle auch auf der A 1

Zwei weitere Unfälle ereigneten sich auf der A1 bei Münster: Zwischen Hiltrup und Münster-Süd verlor ein Laster gegen 7 Uhr Schüttgut, der rechte Fahrstreifen musste dort kurzzeitig gesperrt werden, rund um das Autobahnkreuz Münster-Süd stockte der Verkehr.

Für kilometerlange Staus sorgte Stunden später – gegen 10.30 Uhr – ein Unfall zwischen den Autobahnkreuzen Münster-Süd und Münster-Nord: Dort geriet ein Fahrzeug vermutlich wegen einer Eisfläche außer Kontrolle und überschlug sich mehrfach . Der Fahrer wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Winterdienst mit 250 Kräften im Einsatz

Einen Großeinsatz bescherte das Winterwetter auch dem Winterdienst. 250 Kräfte waren von Dienstagabend gegen 22.15 Uhr bis Mittwochvormittag unterwegs, um Straßen und Gehwege zu räumen und zu streuen. Dazu gehörten nicht nur Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM), sondern auch von anderen städtischen Ämtern und Fremdfirmen. Mit 17 Großfahrzeugen und 18 speziellen Radweggeräten beseitigten sie Schnee und Glatteis.

Grünflächenamt warnt vor Betreten des Aasees

Derweil warnt das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit vor dem Betreten des Aasees. Zwar sorge das klirrend kalte Winterwetter für erste Eisschichten, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung. Und Temperaturen im deutlichen Minusbereich seien auch für die kommenden Nächte angesagt. So verlockend aber die Eishaut für Kufenflitzer und Spaziergänger auch ist: Das Grünflächenamt warnt ausdrücklich davor, den Aasee zu betreten oder das Eis in vermeintlich seichten Uferrändern auf Tragfähigkeit zu testen.

Das Betreten der Eisflächen auf freien Gewässern berge besondere Risiken und Gefahren. Daher gibt die Stadt den Aasee nicht zum Betreten frei. „Die Eisdecke entwickelt sich immer unterschiedlich“, warnt Gewässerexperte Lutz Hirschmann. „Sie ist am Aasee dünner an den  Bootsstegen, unter der Torminbrücke, in der Bucht rund um den Pardo-Steg oder auch im Zulauf der Aa und den seitlichen Regenwassereinleitungen.“ Wer sich auf die Eisflächen begebe, tue das auf eigene Gefahr - das gelte auch für die anderen größeren Teiche und Seen im Stadtgebiet.

Winterwetter in Münster

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Winterwetter in Münster Foto: Oliver Werner
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Vorsorge durch Eisrettungsstationen

Vorsorge traf die Stadt schon im Herbst mit dem Aufstellen von Eisrettungsstationen an ihren Gewässern im Stadtgebiet. Sie sind mit einem Rettungsring, einer Rettungsstange und einem Seil ausgestattet. Rund um den Aasee verteilen sich alleine 16 Stationen. Weitere befinden sich am Hiltruper See, im Stadtpark Wienburg und am Kanonengraben.

Mit den Stationen kann nur Spontanhilfe geleistet werden, im Notfall sollte immer die Feuerwehr unter 112 gerufen werden. Das Amt für Grünflächen und Umweltschutz rät, sich bei einem Spaziergang mit den Stationen und ihren Schaubildern vertraut zu machen. Dann weiß man, wenn es tatsächlich ernst wird, wie man helfen kann.

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Auch wenn es knackig kalt ist: Die Stadt warnt vor dem Betreten der Eisflächen der Seen und Teiche in Münster. Im Notfall helfen Rettungsgeräte - allein am Aasee verteilen sich 16 Stationen. Foto: Presseamt Münster

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