Bestandsaufnahme im Allwetterzoo
Tierische Inventur beschäftigt Zoo-Mitarbeiter

Münster -

In den Revieren des Allwetterzoos läuft die Inventur. Insgesamt hat sich der Bestand allerdings kaum verändert. Kurator Dr. Dirk Wewers geht von knapp 3000 Tieren in 31 Arten aus.

Freitag, 11.01.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 11.01.2019, 09:28 Uhr
Züchter Elmar Meier wiegt am Donnerstag im Schildkröten-Schutz­zentrum des Zoos eines der vom Aussterben bedrohten Kriechtiere. Seit dem Jahr 2018 werden auch die Nachzuchten in der Inventarliste registriert. Foto: hpe

Weglaufen können sie so schnell nicht, und bei aller Artenvielfalt ist die Menge an Kriechtieren überschaubar: Bei der Inventur im Allwetterzoo wurde am Donnerstag erstmals auch der Bestand im Internationalen Schildkrötenzentrum statistisch exakt erfasst.

Chef Elmar Meier und sein Mitarbeiter Christian Langner legten die asiatischen Exoten einzeln auf die ­Waagen, dann werden die Tiere noch vermessen. „Viele Arten sind hoch bedroht oder in der freien Natur schon ausgerottet. Wir züchten, um die Art zu erhalten“, so Meier. Am Ende stehen als Zuwachs im laufenden Jahr 70 Nachzuchten in zwölf Arten auf der Inventarliste.

Die ganz genauen Zahlen liegen zwar erst in einigen Wochen vor, trotzdem wagt Kurator Dr. Dirk Wewers eine Prognose: „Der Bestand bewegt sich mit gut 3000 Tieren in 311 Arten auf dem Niveau des Vorjahres.“ Noch nicht gezählt sind die Bestände im Aquarium, dort müssen die Schwärme mehrmals durchgezählt werden, um ungefähr die Menge an Kleinlebewesen ermitteln oder hochrechnen zu können.

Giraffen trainieren den Gang zur Waage 

Einfacher hat es Marejke Jakatt im Giraffenhaus: „Zwei Tiere, alle da!“ Kom­plizierter ist es, die hoch­ gewachsenen Blattfresser auf die Waage zu kriegen. Unter einem Holzbrett sind die Maßeinheiten versteckt und wochenlang musste der Gang auf die Platte trainiert werden.

Zumindest die sechsjährige „Nala“ traut sich schließlich und bringt bei knapp vier Metern vom Huf bis zu den Ohren 587 Kilo auf die Waage. „Durch Gewichtskontrollen kann am einfachsten festgestellt werden, ob ein Tier gesund ist“, so Jakatt. Mutter „Makena“ (12) traut der Waage nicht. Auch das Lieblingsschmankerl, eine Banane, kann die Giraffenkuh nicht locken.

Manchmal sind es mehr Tiere als erwartet

Neu im Tierbestand des Zoos ist der in Australien beheimatete, mausgroße Zwerggleitbeutler und ein Posavina-Pferd aus dem kroatischen Lebensraum. Weil die Bodenverhältnisse für die empfindlichen Hufe zu schlecht waren, mussten die beliebten Poitou-Esel an einen anderen Zoo ab­gegeben werden.

Manchmal sind auch mehr Tiere da als erwartet: Vor einiger Zeit setzte ein Unbekannter vier Leguane im Tropenhaus aus. Sie gehören nun zum Bestand.

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