Geldtransporte-Streik
Noch gibt es Bargeld

Münster -

Geldtransporter-Fahrer haben auch am Donnerstag in NRW und anderen Bundesländern die Arbeit niedergelegt. Doch auch am zweiten Tag ist noch kein Engpass im Handel und bei Banken in Münster zu spüren. Vor allem die Händler haben aber eine Bitte an die Kunden.

Donnerstag, 03.01.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 03.01.2019, 15:46 Uhr
Geldtransporter-Fahrer haben auch am Donnerstag in NRW und anderen Bundesländern die Arbeit niedergelegt. Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Noch spucken Geldautomaten in Münster Bargeld aus, noch sei kein Engpass beim Bargeld zu befürchten, darin sind sich die örtlichen Banken einig. Der Grund dafür, dass aber vielleicht das Bargeld knapp werden könnte, ist der derzeitige Streik, zu dem die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bundesweit rund 12 000 Mitarbeiter der Geld- und Wertebranche aufgefordert hat. Die Warnstreiks wurden aufgrund von Tarifverhandlungen ausgerufen.

Die Fahrer von Geldtransportern streiken seit Mittwoch, doch Auswirkungen sind offensichtlich auch am zweiten Streiktag in Münster noch nicht zu spüren. Uwe Koch , Sprecher der Sparkasse Münsterland Ost, betonte am Donnerstag, dass es derzeit keine Engpässe geben würde. „Alles läuft im Regelbetrieb“, so Koch.

Kartenzahlung nimmt Druck vom Kessel

Dass bei ihnen an den Automaten das Bargeld reibungslos weiter ohne Störungen ausgegeben wird, bestätigt auch Ute Cewe, Sprecherin der Sparda-Bank in Münster.

Der Handel in Münster scheint sich auf die Warnstreiks eingestellt zu haben. Der Trend gehe ohnehin zur Kartenzahlung, so der Geschäftsführer eines Unternehmens. Der Einsatz von Karten bei der Bezahlung nehme zu. Das zeigt auch eine Studie der Bundesbank .

Beispiel Skandinavien

Bernhard Pällmann, Bereichsleiter für die Vertriebssteuerung bei der Vereinigten Volksbank Münster, überzeugte sich am Donnerstag selbst, dass die Bank noch über genügend Bargeld verfügen würde. Filialen würden uneingeschränkt beliefert, so der Stand am Donnerstag. Dennoch empfiehlt Pällmann bargeldlos zu bezahlen. „Die Skandinavier machen es uns vor“, fügt er hinzu. Und fest steht: „Wir Banker streiken nicht.“

Karin Eksen vom Handelsverband in Münster liegen noch keine Rückmeldungen von Händlern zu der Frage des Geldtransporterstreiks vor. „Ich hoffe, dass die Kunden in dem Fall, dass es mal eng werden sollte, auf unbare Zahlungen ausweichen können – oder dem Handel durch intensives Einkaufen mit Bargeld zu Nachschub verhelfen.“

400 Menschen haben in NRW gestreikt

Trotzdem hofft Karin Eksen, dass der Streik nicht so lange andauert, dass dann doch noch Auswirkungen zu spüren sind. Jeder Einkauf sei für den Einzelhandel wichtig und notwendig, aber gerade die Weihnachtsferien sind nach eigenen Angaben noch besonders bedeutsam. „Da können wir solche Störfaktoren nicht gebrauchen.“

Am Mittwoch hatten nach Verdi-Angaben bereits rund 400 Mitarbeiter gestreikt, am Donnerstag seien es etwas mehr gewesen. In Nordrhein-Westfalen gibt es demnach etwa 1600 Beschäftigte in der Branche. Dazu gehören nicht nur Fahrer von Geldtransportern, sondern auch Vorbereiter und Geldzähler. Auswirkungen für Verbraucher hatte es am Mittwoch laut der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) zufolge jedoch kaum gegeben.

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