Nach Razzia am Hauptbahnhof
Polizei leitet mehrere Strafverfahren ein

Münster -

Die Polizei hat am Mittwochnachmittag das Bahnhofsumfeld ins Visier genommen. Laut Informationen der Polizei standen während des sechsstündigen Kontrolleinsatzes vor allem Täter von Eigentums- und Drogendelikten im Fokus. Die Beamten leiteten mehrere Strafverfahren ein. 

Donnerstag, 06.12.2018, 07:24 Uhr aktualisiert: 06.12.2018, 12:47 Uhr
Bei der Razzia mit knapp 80 Einsatzkräften wurden die Ermittler von der münsterischen Bereitschaftspolizei und einem Diensthund unterstützt. Foto: Polizei Münster

"Nach aktuellen Erkenntnissen treffen und verabreden sich Kriminelle am Hauptbahnhof, um gezielt Ladendiebstähle oder Taschendiebstähle im Bereich der Innenstadt zu begehen", erklärte die Einsatzleiterin, Kriminalrätin Leonie Dahlke, den Grund für die Kontrolle, die im Bereich Windthorststraße und Berliner Platz stattfand. Dabei überprüften rund 80 Einsatzkräfte und ein Diensthund 20 Personen intensiver. 

Das Ergebnis: Fünf Personen wurden vorläufig festgenommen. Sie mussten nach Angaben der Polizei für weitere Ermittlungen vorübergehend mit 
zur Polizeiwache. Die Beamten fanden bei zwei Männern im Alter von 16 und 18 Jahren aus dem mittleren Osten Drogen, ein 21-jähriger Nordafrikaner hält sich illegal in Deutschland auf, heißt es in der Mitteilung. Außerdem habe ein 24-jähriger weiterer Nordafrikaner ein vermutlich gestohlenes Handy dabei gehabt.

Bereits im Vorfeld der Kontrolle sprach ein 37-jähriger Münsteraner einen Polizisten in Zivil an und bot mehrere Schachteln Zigaretten zum halben Preis an. Die Herkunft der Tabakware sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht geklärt. In allen Fällen leiteten die Beamten Strafverfahren ein.

"Täter aus der Anonymität holen"

"Wir wollen durch die Überprüfungen herausfinden, wer diese Straftäter sind und holen sie aus der Anonymität. Die gewonnenen Erkenntnisse zu den kontrollierten Personen und die daraus resultierenden Strafverfahren zeigen erneut das Erfordernis solcher Einsätze", resümierte Kriminalrätin Leonie Dahlke und kündigte an: "Auch in Zukunft werden wir weiterhin einen besonderen Fokus auf das Bahnhofsumfeld legen und gleichgelagerte Kontrollen durchführen."

Der Einsatz konzentrierte sich vorwiegend auf Eigentums- und Drogendelikte, erklärte Polizeisprecherin Vanessa Arlt auf Anfrage unserer Zeitung. Für die Beamten sei es aber wichtig gewesen zu schauen, ob sich Anknüpfungspunkte für andere laufende Ermittlungsfälle ergeben. Zum Hintergrund: In den vergangenen Wochen hatte es im Bahnhofsviertel Angriffe mit Messern gegeben. 

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