Bauprojekt
17-stöckiger Büroturm kommt an den Kanal

Münster -

Der Sieger-Entwurf steht fest: Auf dem aktuell letzten Grundstück der Stadt Münster mit der Option einer Hochhausbebauung soll ein 17-stöckiger Büroturm entstehen. Direkt am Kanal entstehe somit ein neues „urbanes Quartier“, freut sich die Stadtverwaltung.

Donnerstag, 05.07.2018, 17:00 Uhr aktualisiert: 05.07.2018, 17:14 Uhr
Dieser Bürokomplex soll in Münster am Kanal entstehen. Foto: Interboden GmbH &Co KG (Animation)

„Die Arbeit kann auf eine zurückhaltende und dennoch selbstbewusste Art städtebaulich außerordentlich überzeugen“. So bewertet die Jury den Sieger-Entwurf für die Bebauung eines 9300 Quadratmeter großen Grundstücks an der Robert-Bosch-Straße. Für das Gelände, unweit der Umgehungsstraße und mit direktem Zugang zum Dortmund-Ems-Kanal, hatte das städtische Amt für Immobilienmanagement ein Investorenauswahlverfahren durchgeführt . In seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch hat der Rat jetzt grünes Licht für den Verkauf gegeben.

17-geschossiger Büroturm überzeugt Jury

Der Sieger-Entwurf stammt von den Architekten Prof. Peter Böhm und Prof. Manuel Thesing (Heiden). Mit 17 erreicht der Büroturm die maximal erlaubte Geschosszahl. Der Turm als markantes Erkennungszeichen in der Bebauung nehme sich jedoch „angenehm zurück“, heißt es in der Begründung der Wettbewerbs-Jury. Zur lärmintensiven Robert-Bosch-Straße wende sich das Gebäude ab, um sich großzügig zur Hafenkante zu öffnen - zugleich folgen viele Büroräume dieser attraktiven Sichtachse. Die prägende Industriearchitektur an diesem Standort werde durch die Gestaltung und die Wahl der Baumaterialien unterstrichen.

Als Investor tritt die „Interboden GmbH & Co KG“ aus Ratingen auf. Rund 2,6 Millionen Euro erwartet die Stadt für das Areal als Kaufpreis. 

„Urbanes Quartier am Wasser“

Das neue Quartier biete Kapazitäten auf Münsters nachgefragtem Büromarkt, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. In dreigeschossigen Gebäuden, die dem Turm angegliedert sind, sei weiterhin Platz für Gastronomie und eine Betriebskindertagesstätte. Derzeit befindet sich auf dem südlichen Teil des Geländes noch eine Flüchtlingsunterkunft.

Durch die Bebauung erhöhe sich die Nutzfläche des Gewerbegebietes auf rund 20.000 Quadratmeter – in den nächsten Jahren werde „ein urbanes Quartier am Wasser und eine besondere Adresse in Münsters Süden“ entstehen.

Das weitläufige Areal besitze aufgrund seiner Größe und Lage besonderes Potenzial und soll zu einem hochwertigen Dienstleistungsstandort weiterentwickelt werden, heißt es in der Pressemitteilung. Zudem sei es aktuell das letzte Grundstück der Stadt Münster mit der Option einer Hochhausbebauung.

Lage Hochhaus

Auf der fast 10.000 Quadratmeter umfassenden Fläche zwischen Kanal und Robert-Bosch-Straße wird ein Büro-Komplex gebaut. Foto: Grafik: Lisa Stetzkamp

Ausstellung im Stadthaus 3

Eine Ausstellung im Stadthaus 3 präsentiert alle Arbeiten aus diesem Wettbewerb. Eröffnet wird sie am Mittwoch, 11. Juli, 15.30 Uhr, durch Amtsleiter Andreas Nienaber. Bis zum 25. Juli sind die Wettbewerbsbeiträge in der Glashalle des Stadthauses 3, Albersloher Weg 33 während der Öffnungszeiten (montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr) zu sehen.

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